14 Dinge, die man in Washington, D.C. machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Washington, D.C.

Washington DC liegt an der Ostküste der USA, 370 km südlich von New York City und eine knappe Stunde Autofahrt nach Baltimore. Auch Philadelphia liegt noch relativ nahe, man benötigt etwas mehr als zwei Sunden mit dem Auto. Die Stadt liegt in de Nähe der Chesapeake Bucht, ca. 160 km im Binnenland vom Atlantik. Die Landschaft um Washington DC ist ziemlich flach, von kleinen Hügeln abgesehen.

Washington DC ist irgendwie mehr als eine Stadt und aber immer noch weniger als ein Staat. Genauer gesagt ist Washington DC ein Distrikt, der 1790 vom Kongress der Vereinigten Staaten als Versammlungs- und Erfüllungsort der Regierungsgeschäfte ausgewiesen wurde. Ursprünglich war der Distrikt ein Quadrat mit 16 km Seiten, das den Potomac Fluss zwischen Virginia und Maryland verbindet. Er wurde District of Columbia genannt, während die neue Hauptstadt zur Ehre des Gründungsvaters und ersten Präsidenten Washington genannt wurde.

Washington DC ist interessanterweise eine der wenigen Städten in den USA, die tatsächlich nach einem speziellen Plan gebaut wurde. Zu diesem Zweck wurde der französische Ingenieur Pierre L‘Enfant von Präsident Washington angestellt. Er erhielt die Anweisung, eine fantastische Hauptstadt zu entwerfen, die an Paris erinnern sollte.

Heute ist Washington DC eine vielfältige und kontrastreiche Stadt. Sie besitzt großartig ausgelegte Alleen, an welchen imposante Gebäude und Monumente gebaut sind. Außerdem gibt es in Washington DC zahlreiche großzügigen Parks, die zum Spazierengehen und Verweilen einladen.

Die Stadt beheimatet eine Menge von Arbeitern, Diplomaten, Politikern und Einwanderern aus vielen Ländern, weswegen sie einen weltoffenen Charakter hat.

Washington DC bietet seinen Besuchern eine Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten und interessanten kulturellen Aktivitäten sowie jede Menge sonstiger Unterhaltung.

Das Kapitol der Vereinigten Staaten

Das Gebäude des Kapitols der Vereinigten Staaten liegt auf einem kleinen Hügel, am Ostende der Mall. Es ist ein prachtvolles weißes Bauwerk in neoklassischem griechischem Stil mit einer riesigen Kuppel, Kolonnaden, einer majestätischen Treppe und zwei Seitenflügeln.

Die Abgeordnetenkammer der Vereinigten Staaten ist im Südflügel untergebracht, während der Senat im Nordflügel seinen Sitz hat.

Sobald sich die eine oder andere dieser hohen politischen Körperschaften in Sitzung befindet, weht die US Fahne über dem betreffenden Flügel.

Das Kapitol kann gratis besucht werden, und zwar von März bis August zwischen 9 und 20 Uhr und zwischen 9 und 16 Uhr in den übrigen Monaten des Jahres. Hierbei kann man die Sitzungssäle der Abgeordnetenkammer und des Senats besichtigen, wenn sie leer sind. Außerdem darf man die Sitzungen von der Zuschauergalerie beobachten. Auf Internet kann man einen virtuellen Rundgang des Gebäudes machen: www.senate.gov/vtour/index.html

Die beeindruckenden Eingangshallen und das zentrale Atrium sind mit wunderschönen Statuen aus Marmor ausgestattet, die große Staatsmänner, Künstler und Figuren der amerikanischen Geschichte darstellen.

Das Weiße Haus

Das Weiße Haus ist der offizielle Sitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten und liegt ist auf 1600 Pennsylvania Avenue. Am besten kann man es von der Ellipse betrachten, einem großen unbebauten Gelände hinter dem Weißen Haus. Oder aber direkt vor dem Gebäude, vom Lafayette Park aus, der sich auf der Frontseite des Gebäudes befindet. Hier trifft man häufig auf Manifestanten.

Den interessierten Besuchern steht eine begrenzte Anzahl von Eintrittskarten für einen gratis Besuch des Weißen Hauses zur Verfügung. Diese erhält man im Besucherzentrum auf 1450 Pennsylvania Avenue von Dienstag bis Samstag, übers ganze Jahr. Man muss persönlich hingehen und kann bis zu 4 Karten bekommen. Das Besucherzentrum öffnet morgens schon um 7 Uhr und die Karten werden verständlicherweise sehr schnell vergeben – Man sollte also schon wirklich früh eintreffen.

United States Supreme Court Building

Eine weiter wichtige Sehenswürdigkeit ist Das Supreme Court Building, der Sitz des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, welches im Jahr 1987 zu einem National Historic Landmark ernannt wurde.

Das Supreme Court Building ist 28 Meter hoch, hat 5 Stockwerke und wurde vom Architekten Cass Gilbert entworfen. Am 13. Oktober 1932 wurde der Grundstein gelegt und der komplette Bau 1935 abgeschlossen. Die gesamten Kosten des Baus bezifferten sich auf 9,74 Millionen Dollar und lagen damit erstaunlicherweise 94.000 Dollar unter dem Budget.

Die Außenfassade des Gebäudes sowie die nichtöffentlichen Innenhöfe bestehen aus Marmor. Auch die meisten Innenräume sind mit Alabama-Marmor verkleidet, während der Gerichtssaal mit spanischem Marmor ausgestattet ist, mit Ausnahme der 24 Säulen des Gerichtssaales, die aus Marmor aus den Montarrenti-Steinbrüchen in der Nähe von Siena, Italien, gefertigt wurden.

Einige Richter hielten den Gerichtssaal allerdings für viel zu pompös und unangemessen.

An der Westfassade des Gebäudes direkt gegenüber vom Kapitol (Vorderseite des Gerichtshofes) ist der Schriftzug „Equal Justice Under Law“ zu lesen, während sich an der Rückseite der Spruch „Justice the Guardian of Liberty“ befindet.

Das Supreme Court Building beinhaltet:

  • Im Kellergeschoss: Wartungsanlagen, Garage, Poststelle.
  • Im Erdgeschoss: Informationsbüro, Geschäftsstelle, Pressestelle, Ausstellungshallen, Cafeteria, Souvenirladen und Verwaltungsbüros.
  • In der ersten Etage: Große Halle, Konferenzsaal, alle Richterbüros mit Ausnahme des Büros von Richterin Ginsburg, die ein geräumigeres Büro im zweiten Stock gewählt hat.
  • In der zweiten Etage: Das Büro von Richterin Ginsburg, das Büro des Reporters der Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, die Anwaltskanzlei und die Büros der Justizbeamten. Außerdem befinden sich die Speise- und Leseräume der Richter in dieser Etage.
  • In der dritten Etage: die Gerichtsbibliothek
  • In der vierten Etage: Turnhalle, inklusive Basketballfeld mit dem Spitznamen „Highest Court in the Land“

Zudem ist in dem Gebäude die Supreme Court Police untergebracht. Es handelt sich hierbei um eine von der Capitol Police unabhängige Dienststelle, die im Jahre 1935 zum Schutz des Gebäudes und dessen Personal gegründet wurde.

Das Gebäude und seine Umgebung umfasste eine große Anzahl und Vielfalt von kunstvollen realen und allegorischen Figuren, die gemäss den Entwürfen von Cass Gilberts von verschiedenen Künstlern ausgeführt wurden:

  • Die Sockel der Fahnenmasten und die bronzenen Türen an Vorder- und Rückseite von John Donnelly.
  • Ostgiebel – Justice, the Guardian of Liberty von Hermon Atkins MacNeil
  • Westgiebel – Equal Justice Under the Law von Robert Ingersoll Aitken.

    Diese Arbeit enthält sowohl das Porträt von Cass Gilbert, Dritter von links, als auch das Selbstporträt von Robert Ingersoll Aitken, Dritter von rechts.

  • Sitzende Figuren – The Authority of Law (Südseite) and The Contemplation of Justice (Nordseite) von James Earle Fraser
  • Friese im Gerichtssaal – Der Fries an der Südwand zeigt Gesetzgeber aus der Zeit vor der Geburt Christi: Menes, Hammurapi, Moses, Solomon, Lykurg, Solon, Drakon, Konfuzius und Augustus.

    Der Fries der Nordwand zeigt Gesetzgeber aus der Zeit nach der Geburt Christi: Justinian I., Mohammed, Karl der Große, Johann Ohneland, Ludwig IX. von Frankreich, Hugo Grotius, Sir William Blackstone, John Marshall und Napoleon. Die Figur des Mohammed hat ziemlich erbitterte Kontroversen hervorgerufen.

  • Große Halle – Büsten von jedem der Chief Justices der Vereinigten Staaten in Nischen zu beiden Seiten der Halle.

    Diese wunderschönen Marmorbüsten werden regelmäßig vom Kongress bewilligt. Die Büste vom Obersten Richter Rehnquist wurde als letzte Büste am äußersten Ende der Nordseite der Halle direkt links neben der Tür zum Gerichtssaal aufgestellt.

Verständlicherweise müssen ausnahmslos alle Besucher des Gerichts einen Metalldetektor durchqueren und Taschen werden durchleuchtet. Kameras dürfen im Gebäude selbst benutzt werden, im Gerichtssaal sind jedoch sämtliche Aufzeichnungsgeräte für Ton- und Bildaufnahmen streng verboten. Wenn das Gericht nicht tagt, darf man als Besucher die Große Halle und die öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss besichtigen. Dabei hat man natürlich auch Zugang zu der Cafeteria und einem kleinen Kino, in dem man einen interessanten Dokumentarfilm über die Geschichte des Gerichts ansehen kann. Den Gerichtssaal darf man nur im Rahmen einer der regelmässigen Führungen besichtigen.

Verständlicherweise ist das Gebäude sobald das Gericht tagt, nicht öffentlich zugänglich. Von Anfang Oktober bis Ende April finden die ANhörungen im Zweiwochenrhythmus statt. Montags, dienstags und mittwochs gibt es um 10:00 und 11:00 Uhr jeweils eine einstündige Anhörung. Die Sitzungstermine werden auf der Website des Gerichts veröffentlicht.

Möchte man diesen beiwohnen, so kann man im Gerichtsbüro nummerierte Tickets erhalten, die jedoch nur als Platzhalter dienen und nicht den Zutritt garantieren. Der Gerichtssaal bietet insgesamtr Platz für 250 Zuschauer, aber in der Praxis nehmen häufig größere Studenten- oder Beamtengruppen teil. Zudem verlassen viele Besucher der ersten Anhörung den Saal nicht und bleiben auch während der folgenden Anhörung. Deshalb sind die Plätze für die zweite Anhörung ziemlich knapp bemessen.

Das Washington Monument

Eines der herausstechendsten Merkmale des Stadtbildes von Washington DC ist sicherlich das Washington Monument. Dieser aus weißem Marmor geschaffene Obelisk hat eine Höhe von 185 Meter (555 Fuß) und steht auf einem kleinen Hügel im Zentrum der Mall.

Von der Treppe zum Lincoln Memorial am Westende des Malls hat man einen besonders schönen Blick darauf, denn man hat zusätzlich das Spiegelbild des Monumentes im großen Spiegelbecken.

Auf einer Höhe von 150 Metern (500 Fuss) befindet sich eine Beobachtungsplattform, die man mit einem Aufzug erreichen kann. Sie ist jeden Tag von 8 bis 23Uhr45 von April bis September und bis 16Uhr45 in den restlichen Monaten, geöffnet. Die Karten dafür erhält man an einem Schalter am Fuß des Monumentes. Sie kosten lediglich 50 Cent. Allerdings sollten Besucher frühzeitig am Morgen dort antreffen, um Zugangskarten für später am Tage zu erhalten. Ein Besuch am Abend ist auchein guter Tipp, denn dann sind die Warteschlangen kürzer. Man sollte unbedingt die Treppe benutzen, um vom Monument herabzusteigen, damit man es auch von Innen bewundern kann – und der Abstieg ist ja auch bi weitem nicht so anstrengend wir der Aufstieg, und ein bisschen gesunde Bewegung tut den meisten gut!

Die Museen des Smithsonian Institute

Die weltberühmten Ansammlungen von Museen des Smithsonian Institutes, die aus 14 getrennten Niederlassungen bestehen, welche über ganz Washington DC verteilt sind, sind ein absolutes Muss bei einem Besuch in Washington. Neun der vierzehn Museen sind an der Mall, zwischen dem Kapitolgebäude und dem Washington Monument, zu finden. Auf den offiziellen Seiten von Smithsonian findet man eine große Photokarte der Mall mit Kennzeichnung aller Museen. Klicken Sie einfach die Museen Ihrer Wahl an um mehr darüber zu erfahren! www.si.edu/content/ovs/mallmap.pdf

Alle Museen sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet und der Eintritt ist lobenswerter Weise frei. Die wenigsten Touristen werden lange genug in Washington sein, um alle Museen des Smithsonian Institutes zu besichtigen, wir haben im Anschluss die wichtigsten und beliebtesten kurz beschrieben, damit Sie sich das Museen aussuchen können, das Sie am meisten interessiert.

Das Nationale Museum für Luft- und Raumfahrt

Das Nationale Museum für Luft- und Raumfahrt ist am beliebtesten – vor allem natürlich bei Kndern und Jugendlichen. Es ist unglaublich interessant und besitzt einzigartige Sammlungen. Unter anderem kann man viele originale historische Flugzeuge und Raumfahrzeuge sowie Modelle in Originalgröße des Mondlandemoduls, der Raumlaboratoriums und vieler Raketen und Flugzeuge bestaunen. Unbedingt sollte man auch das Imax Kino besuchen, wo man einen beeindruckenden Film übers Fliegen sehen kann. Ein weiteres Highlight ist das Planetarium mit seinem Sterneschauspiel.

Das Nationale Museum für Naturgeschichte

Das Nationale Museum für Naturgeschichte bietet eine reche Sammlung an vielen Arten von Pflanzen und Tieren der ganzen Welt sowie eine beeindruckende Ausstellung von Dinosaurierskeletten und von vorhistorischen Objekten. Zudem gibt es eine sehr interessante Sammlung von Mineralien mit vielen Edelsteinen, darunter der legendäre Hoffnungsdiamant (Hope Diamond). Auch dieses Museum ist zu recht sehr beliebt und einen Besuch allemal wert.

Das Nationale Museum für Amerikanisch Geschichte

Wer sich für die amerikanische Geschichte interessiert, der sollte auf keinen Fall einen Besuch im Nationale Museum für Amerikanische Geschichte verpassen. Hier kann man eine weitgefächerte Sammlung von amerikanischen Objekten bewundern, welche die Einweihungsröcke der Gemahlinnen der Präsidenten seit der Gründung der Republik bis hin zu den rubinfarbenen Pantoffeln, welche Judy Garland im Zauberer von Oz trug, umfasst.

Auch dieses Museum besticht durch die liebevoll und fachmänische Anordnung der umfangreichen und hoch interessanten Sammlungen.

Die Nationale Kunstgalerie

Für Kunstliebhaber ist die Nationale Kunstgalerie ein visueller Leckerbissen. Die Galerie enthält die außergewöhnlichste Sammlung von Kunstwerken und Skulpturen Westeuropas in den Vereinigten Staaten, sowie eine bemerkenswerte und umfangreiche Sammlung von amerikanischen Bildern.

Die Sammlung umfast die verschiedensten Stilrichtungen und Künstler.

Das Hirshorn Museum

Das Hirshorn Museum und der Skulpturgarten bieten den interesirten Besuchern eine enorme Sammlung von Werken der modernen und zeitgenössischen Bildhauerkunst. Ein Teil der Werke kann man im Freien - im Garten der Bildhauerei - entlang der Mall besichtigen.

Das Lincoln Memorial

Das Lincoln Monument ist ein wundervolles Bauwerk aus weißem Marmor im klassischen griechischen Stil. Es steht am Westende der Mall, ganz in der Nähe des Ufers des Potomac Flusses und der Arlington Erinnerungsbrücke.

Die 6 Meter (19 Fuß) hohe Marmorstatue zeigt einen sitzenden Abraham Lincoln. In der Nähe des Lincoln Memorials kann man auch das Denkmal des Vietnam Krieges sowie dasjenige des Korea Krieges besichtigen. Auch das neue Denkmal an Roosevelt ist nur einen kurzen Spaziergang in Richtung Süden entfernt.

Das Lincoln Memorial kann zu jeder Tag- und Nachtzeit besucht werden.

Das Jefferson Memorial

Jenseits de Wasserbeckens, gegenüber dem Westende der Mall, befindet sich das Jefferson Memorial, welches den Aussichten von vielen Stellen aus einen malerischen Charme verleiht. Auch dieses Memorial ist eine wundervolle Marmorstruktur mit runder Kuppel, einem klassischen griechischen Tempel nachempfunden. Es enthält eine große 6 Meter (19 Fuß) hohe Bronzestatue von Präsident Jefferson. Auch diese Sehenswürdigkeit ist dem Publikum zu jeder Zeit zugänglich.

Das Holocaust Museum

Das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM, deutsch Holocaust-Gedenkmuseum der Vereinigten Staaten) ist eins von 22 Holocaustmuseen in den USA und befindet sich in Bundeshand. Es ist zum einen als nationale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust konzipiert, zum anderen jedoch auch zur dessen Dokumentation und Interpretation gedacht. Das Museum wurde 1993 eröffnet und befindet sich am Raul-Wallenberg-Platz auf der National Mall zwischen dem Washington Monument und dem Jefferson Memorial.

Die Idee für das Museum kam von einer von Präsident Jimmy Carter 1978 einberufenen Kommission (President’s Commission on the Holocaust, später: U.S. Holocaust Memorial Commission), deren erster Vorsitzender damals Elie Wiesel war. 1980 wurden die Vorlagen für das Museum vom US-Kongress einstimmig, zusammen mit den Days of Remembrance, verabschiedet (Public Law 96-388). Auf diesem Beschluss beruht auch die Förderung mit öffentlichen Geldern.

Allerdings begann mit der Initiative Jimmy Carters Initiative für das Museum 1978 auch ein Streit um dessen Konzept. Dieser kam daher, dass Carter in seinem Auftrag bat, eine nationale Gedenkstätte für „die sechs Millionen, die in dem Holocaust ermordet wurden“, zu konzipieren. Ihm wurde vorgeworfen, den Begriff auf die Judenvernichtung zu reduzieren. Vertreter verschiedener nichtjüdischer NS-Opfergruppen forderten daraufhin einen analogen Opferstatus und Aufnahme in das Museumskonzept. Carter erweiterte im dann entsprechend die Holocaustdefinition 1979 darum auf „elf Millionen unschuldige Opfer, von denen sechs Millionen Juden waren“.

Elie Wiesel, der damals der Gründungskommission vorstand, betonte daraufhin das vom NS-Staat angestrebte Ziel der Ausrottung aller Juden als analogielose Besonderheit. Diesen Umstand drückte er mit seinem berühmt gewordenen und oft zitierten Satz aus: „Nicht alle Opfer waren Juden, aber alle Juden waren Opfer.“

Die jüdischen Vertreter verangten, dem Gedenken der angestrebten Judenvernichtung durch die Nazis Vorrang zu geben, ohne jedoch andere Opfergruppen auszuschliessen. Die US-Regierung lehnte diesen Vorrang ab und vermied eine klare Begriffsdefinition, gebrauchte den Holocaustbegriff offiziell aber weiterhin als Synonym für die NS-Judenvernichtung.

In den grosszüigen Ausstellungsräumen bekommt der Besucher 26.000 authentische Artefakte sowie zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen mit Bezug zum Holocaust geboten. Zentrum des Gebäudes ist die Hall of Rememrance, eine hexagonale Halle. Den Ausgangspunkt des für einen Rundgang bildet die "Hall of Flags", welche die Fahnen verschiedener US-Divisionen, die am Sieg beteiligt waren, beinhaltet. Das Museum hat einen eindeutigen Dokumentations- und Lehrcharakter und sammelt und bewahrt Beweisstücke, verbreitet Lernmaterialien und produziert Radio- und Fernsehprogramme. Zudem finden jährliche Gedenkfeiern statt.

Friedhof von Arlington

Der Friedhof von Arlington ist weltberühmt und taucht in zahlreichen Filmen auf. Im Friedhof von Arlington, jenseits der "Memorial Bridge", kann man unter anderem die Gräber von John und Robert Kennedys sowie Tausender anderer Staatsmännern, Politikern, Kriegsveteranen der amerikanischen Streitkräfte besichtigen.

Washington National Cathedral

Eines der wichtigsten sakralen Bauwerke von Washington DC ist die Cathedral Church of Saint Peter and Saint Paul in the City and Diocese of Washington, bekannt als Washington National Cathedral. Die Kathedrale ist ein episkopales Gotteshaus in Washington. Sie ist als Denkmal im National Register of Historic Places verzeichnet und als das Nationale Haus des Gebets der USA bekannt.

In der Kathedrale hat der Leitende Bischof (Presiding Bishop) der Episkopal-Kirche in den USA seinen Sitz. Sie ist die Mutterkirche der Episkopal-Kirche für den Bezirk von Columbia und die Countys Charles, St. Mary's, Prince George's und Montgomery im Staate Maryland. Der juristische Träger der Washington National Cathedral und ihrer Einrichtungen, der National Cathedral School, St. Albans School, Beauvoir School, und Cathedral College ist eine Stiftung, die Protestant Episcopal Cathedral Foundation.

Wer diese wunderschöne Kathedrale besictigen möchte, findet sie an der Kreuzung von Massachusetts Avenue und der Wisconsin Avenue im nordwestlichen Quadranten von Washington. Die Washington National Cathedral ist die sechstgrößte Kathedrale der Welt und die zweitgrößte in den USA.

Sie wurde am 6. Januar 1893 durch eine Gründungsurkunde des US-Repräsentantenhauses an die Bundesregierung angegliedert. Allerdings erhält sie keine bundesstaatliche, staatliche oder städtische finanzielle Unterstützung. Der Grossteil der Finanzierung der Kathedrale wird von der National Cathedral Association getragen.

Mit dem Bau wurde durch die Grundsteinlegung in Anwesenheit des US Präsidenten Roosevelt im Jahre 1907 begonnen. Der Bau dauerte ganze 83 Jahre und die letzteKreuzblume wurde dann endlich im Jahre 1990 in Gegenwart von George H. W. Bush angebracht.

In jüngerer Zeit, genauer gesagt am 23. August 2011, wurde die Kathdrale bei einem Erdbeben leicht beschädigt. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber mehrere Abschlusssteine der Turmspitzen brachen ab oder gerieten aus ihren Befestigungen. Ein herabfallendes grösseres Bruchstück durchschlug sogar das Metalldach und an den Apsiden bildeten sich vereinzelt Risse. Alle Schäden wurden jedoch in der Folgezeit behoben.

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