14 Dinge, die man in Straßburg machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Straßburg

Straßburg ist eine wunderschöne, traditionsreche Stadt, die direkt an der Grenze zwischen Frankreichs und Deutschlands liegt. Und das wirkt sich natürlich unmittelbar auf die kulturellen Traditionen und typische Lebensweise der Bewohner aus. Si sieht man typisch deutsche Straßen, die nicht weit von Bauwerken in bester Traditionen der französischen Architektur gebaut sind. In den Restaurants werden deutsches Bier genauso wie die besten Sorten französischer Weine angeboten, die Küche ist hier ebenfalls abwechslungsreich und eigentümlich – eben geprägt von beiden Kulturen!

Straßburg ist mit seinen 277.270 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Stadtgebiet und etwa 640.000 Einwohnern im unmittelbaren Umland die größte Stadt im Elsass.

Auch politisch gesehen ist Straßburg von Bedeutung, da die Stadt Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, unter anderem des Europarates, des Europaparlaments, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Europäischen Bürgerbeauftragten und des Eurokorps ist. Aufgrund dessen versteht sich Straßburg oft auch als „Hauptstadt Europas“.

Bei all diesen historischen, geographischen und politischen Voraussetzungen ist es kein Wunder, dass es in Straßburg geradezu von Sehenswürdigkeiten wimmelt.

Straßburger Münster

Eine der unumstrittenen Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist natürlich das Straßburger Münster. Dieses majestätische gotische Gebäude aus dem 7. Jahrhundert war lange Zeit das höchste Gebäude Europas.

Bei dem Liebfrauenmünster zu Straßburg (französisch Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg) handelt es sich um ein römisch-katholisches Gotteshaus. Das Münster gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte. Außerdem ist die Kathedrale auch eines der größten Sandsteinbauten der Welt.

Genauso wie die Stadt selbst, so verbindet auch das Straßburger Münster deutsche und französische Kultureinflüsse.

Errichtet wurde das Münster von 1176 bis 1439 aus rosa Vogesensandstein – und zwar genau an der Stelle einer Vorgängerkirche, die in den Jahren von 1015 bis 1028 errichtet worden war und dann später abbrannte. Davor gab es übrigens schon einen anderen Bau aus der Karolinger Zeit, der 1007 ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen war.

Das neue Gebäude wurde von Nord-Osten nach Süd-Westen errichtet und entstand als erstes im romanischen, dann im Laufe des Baus im gotischen Stil.

Beachtlicher Weise war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm von mindestens 1647 bis 1874 das höchste Bauwerk der Menschheit und das höchste im Mittelalter vollendete Gebäude.

Das Gebäude wurde leider in den Jahren 1870 und 1944 durch Bombardements beschädigt. Außerdem wurde der reiche Figurenschmuck und die Innenausstattung im Rahmen des reformatorischen Bildersturms, der Rekatholisierung 1681 und der Französischen Revolution zum Teil schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Besonders charakteristisch ist die asymmetrische Form des Straßburger Münsters, denn der Südturm wurde nie gebaut. Das Münster ist bis heute das Wahrzeichen des Elsasses und ist auch vom drei Kilometer entfernten deutschen Rheinufer, von den Vogesen sowie dem Schwarzwald aus gut sichtbar.

Besonders berühmt sind als Ausstattungsstücke die Astronomische Uhr und der „Engelspfeiler“. Auch die Kanzel, das Taufbecken, die Schwalbennestorgel sowie die Glasfenster und die Wandteppiche mit dem Marienleben sind hervorragende Beispiele abendländischer Kunst und Kultur.

Im Münster befinden sich drei Orgeln, die alle funktionstüchtig sind.

Die Astronomische Uhr

Die Astronomische Uhr des Straßburger Münsters ist weithin bekannt und allemal einen Besuch wert. Sie ist ein hervorragendes und einzigartiges Denkmal der Renaissance. Die besten Uhrenmeister aus der Schweiz haben an den verschiedenen Mechanismus gearbeitet. Die Uhren werden mit 1842 datiert. Jeden Tag kann man im Dom ein sehr interessanten Film über die Geschichte der Herstellung der Uhren ansehen. Die astronomische Uhr befindet sich im südlichen Querschiff. Ihre Vorläuferin, die sogenannte „Dreikönigsuhr“, wurde 1353 vollendet und stand an der Westmauer gegenüber der heutigen Uhr. Bemerkenswert ist, dass diese bereits ein Kalendarium und Anzeigen für Gestirne hatte. Die Heiligen Drei Könige waren als bewegte Figuren dargestellt und verneigten sich zu jeder Stunde zu einem Glockenspiel vor der Jungfrau Maria. Leider ist von dieser Uhr heute nur noch die bewegliche Figur eines flügelschlagenden Hahns erhalten. In der Westmauer des Querschiffs zeigen alte Stützsteine heute noch den ursprünglichen Standort der Uhr an.

Im Jahr 1567 wurde dann durch den Stadtmagistrat der Bau einer neuen Uhr beschlossen. Hierfür beauftragte man die drei Mathematiker Michael Herr, Christian Herrlin und Nikolaus Prugner. Allerdings kam dieser erste Entwurf leider nicht zur Ausführung.

Der endgültige Plan wurde nämlich erst von dem Mathematik Professor Conrad Dasypodius und dessen Schüler Herrlins geschaffen und durch die Gebrüder Josias und Isaak Habrecht ausgeführt. Die Uhr hatte bereits astronomischen Anzeigen, Kalendarium und Planetarium und wurde 1574 vollendet. Die Uhr lief dann bis 1789. Von dieser Uhr zeugen das bis heute erhaltene Uhrengehäuse sowie ein Teil der dazugehörigen Gemälde.

Der Mechanismus stand dann fast 50 Jahren still und erst im Jahre 1836 wurde Jean-Baptiste Schwilgué vom Stadtrat mit der Restaurierung beauftragt. Am 24. Juni 1838 begannen endlich die Arbeiten an der Uhr und dauerten bis 1842. Allerdings konstruierte Schwilgué ein völlig neues Uhrwerk, dessen Funktionen immer noch einmalig in der Welt sind. Die Uhr zeigt neben der Erdbahn, auch die Mondbahn und die Bahnen der Planeten Merkur bis Saturn an. Beeindruckend ist auch das Räderwerk, das in der Silvesternacht abläuft und das Basisdatum für die beweglichen Feiertage errechnet. Der Teil, der die Präzession der Erdachse darstellt, ist wohl das langsamste sich drehende Zahnrad der Welt, denn eine Umdrehung dauert unglaubliche 25.800 Jahren. Zudem ist die Astronomische Uhr in Straßburg auch die weltweit einzige Uhr, die 13 Uhr schlägt.

Übrigens befindet sich ein Nachbau der Uhr im Powerhouse Museum in Sydney.

Das Rohan Schloss

Direkt gegenüber vom Münster befindet sich das hübsche Rohan-Schloss. I diesem schönen Barockschloss kann man seit dem Ende des 19. Jahrhunderts drei Museen finden. Zum einen das Museum der Schönen Künste, in dem Sammlungen der mittelalterlichen Meister besichtigt werden können. Auch die Dekoration und kunstvollen Verzierungen der Säle des Schlosses sind bemerkenswert.

Zum anderen bietet das Archäologische Museum wichtige Einblicke in die früheste Geschichte der Region und schließlich führt das Kunstgewerbemuseum die Besucher in die verschiedenen Bereiche des Kunsthandwerks ein. Alle drei Museen sind interessant und ganz sicher einen Besuch wert.

Die historische Altstadt

Man sollte unbedingt einen Bummel durch die Altstadt von Straßburg einplanen, denn auf diese Weise kann man so richtig schön die Geschichte und die einzigartige Stimmung der schönen und geschichtsträchtigen Stadt auf sich einwirken lassen.

Im alten Teil der Stadt sind viele Bauwerke des 16. – 17. Jahrhunderts erhalten geblieben. In vielen dieser schönen Häuser und Gebäude sind heute Souvenirläden und Handwerkstätte zu finden, in denen man auf schönes Kunsthandwerk und originelle Mitbringsel stoßen kann.

Haus Kammerzell

Das Haus Kammerzell (französisch: Maison Kammerzell, Elsässisch: Kammerzellhüs) ist das bekannteste weltliche Gebäude in Straßburg. Das bürgerliche Fachwerkhaus wurde 1427 errichtet und 1467 umgebaut. Zusätzlich erhielt es im Jahre 1589 eine reiche Schnitzfassade.

Es gilt als eines der schönsten Fachwerkhäuser der deutschen Spätgotik und kann mit dem 1944 abgebrannten Salz Haus in Frankfurt am Main oder dem wiederaufgebauten Knochenhaueramtshaus in Hildesheim verglichen werden. Das besondere am Kammerzellhaus ist jedoch, dass es im Gegensatz zu den anderen erwähnten Gebäuden in der Originalsubstanz erhalten ist.

Das Haus steht auf der Nordseite des Münsterplatzes (Place de la Cathédrale), seitlich vom Straßburger Münster, und beherbergt heute ein Restaurant („Maison Kammerzell“) und ein kleines Hotel (9 Zimmer).

Übrigens ist das Haus Kammerzell das Geburtshaus der fiktiven Detektivgestalt Honoré Langustier.

Der Kleber Platz

Der Kleber-Platz (französisch: Place Kléber) ist der großzügigste Platz der Stadt. Er wurde nach dem General Jean-Baptiste Kléber benannt. In der Mitte befindet sich ein schönes Denkmal, das die Bürger von Straßburg an seine Heldentaten erinnert. Außer dem schönen Denkmal sollte man auch das danebenstehende Schloss Gelöbnis betrachten, welches in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut wurde.

Der Platz war ursprünglich als „Barfüßerplatz“ bekannt, und zwar wegen des anliegenden Franziskanerklosters. Im 17. Jahrhundert wurde er dann „Waffenplatz“ genannt und bekam dann endlich im Jahr 1840 seinen endgültigen und offiziellen Namen „Kléberplatz“. Das am 24. Juni 1840 eingeweihte Denkmal zeigt den General aufrechtstehend, in der Hand den Brief, in dem ihn der britische Admiral Keith im Jahr 1800 vergebens zur Kapitulation der französischen Truppen aufforderte. Seit dem Jahr 1838, also noch vor der Einweihung des Denkmals, wurde der Sarg mit den sterblichen Resten des Generals in die darunterliegende Gruft aufgenommen.

Der Platz wird im Norden von der Aubette, der ehemaligen Hauptwache im neoklassizistischen Stil des 18. Jahrhunderts, begrenzt.

Der Kléberplatz war von 1886 bis 1960 zentraler Knotenpunkt der ehemaligen Straßenbahn und wurde dann für einige Zeit zu einem großen Parkplatz. Erst 1994 wurde der schöne Platz endlich vom Architekten Guy Clapot umgestaltet und ist seitdem Fußgängerzone.

Palais du Rhin

Der Rheinpalast (französisch: Palais du Rhin) war ehemals Kaiserpalast und liegt an der Place de la République in Straßburg. Der prunkvolle Palast wurde von 1884 bis 1889 errichtet und ist sicherlich eines der auffälligsten Bauwerke der Stadt. Der Palast mit all seinen Anlagen ist ein hervorragendes Beispiel für die deutscher Monumentalarchitektur des späten 19. Jahrhunderts.

Das Gebäude wirkt schwer und ist von einer Pickelhauben artigen Kuppel beherrscht. Es wird von einem hohen Schmiedeeisernen Gitter umgeben und liegt inmitten eines großzügigen Gartens.

Der weitläufige Place de la République (ehemaliger „Kaiserplatz“) wird von weiteren mächtigen Regierungsgebäuden gesäumt. SO z.B. der ehemaliger Landtag Elsass-Lothringens, der heute das Théâtre national de Strasbourg beherbergt. Außerdem die ehemalige Reichslandverwaltung, heute Préfecture du Bas-Rhin.

Hinter dem Palast befindet sich der ehemalige Marstall (erbaut 1885). Das nur noch teilweise erhaltene Gebäude wird durch einen Pferdekopf über dem Hauptportal ausgewiesen.

Der Bau des Kaiserpalast sollte Zeugnis der dauerhaften Angliederung des Landes Elsass-Lothringens sein und wurde aus Anlass des 87. Geburtstags Wilhelms I. am 22. März 1884 nach Plänen des Architekten Hermann Eggert (1844–1920) begonnen. Der Bau wurde vor allem wegen seiner exorbitanten Kosten von 3 Millionen Goldmark, sowie seines pompösen Neorenaissancestils heftig kritisierte. Fertiggestellt wurde er im Jahre 1889 und im selben Jahr von Wilhelm II. eingeweiht.

Der Kaiser hielt sich bis 1914 mindestens einmal jährlich in dem Gebäude auf, ohne jedoch dessen Architektur wirklich zu mögen, denn er nannte den Palast „Elefantenstall“, da es ihn an das Elefantenhaus des Zoos im Berliner Tiergarten erinnert haben soll.

Der Palast wurde im Rahmen des Ersten Weltkriegs als Lazarett verwendet. 1920 wurde es zum Sitz der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt und erhielt seinen neuen Namen. 1940 wurde der Palast zum Sitz der Kommandantur der nationalsozialistischen Lokalregierung, dann ab November 1944 zum Hauptquartier des französischen Generalmajors Jacques-Philippe Leclerc de Hauteclocque. Bombardierung der Stadt durch die Royal und US Air Force im August 1944 beschädigten den Palast schwer.

Nach jüngeren aufwendigen Renovierungsarbeiten befindet sich heutzutage unter anderem die elsässische Direction régionale des Affaires culturelles (DRAC) in dem Gebäude.

Palais de Justice

Der imposante Palais de Justice ist ein denkmalgeschütztes Gerichtsgebäude (tribunal de grande instance) in Straßburg. Dieser Justizpalast wurde 1897 in der damals deutschen Stadt eingeweiht. Seit 1992 ist er als Monument Historique eingestuft.

Erbaut wurde der Palais de Justice vom Architekten Skjøld Neckelmann in den Jahren von 1894 bis 1897 in unmittelbarer Nähe der Kirche Saint-Pierre-le-Jeune catholique, die Neckelmann 1889 bis 1893 zusammen mit August Hartel ebenfalls errichtet hatte.

Allerdings verwendete der Architekt im Gegensatz zur Kirche nicht den roten Vogesen-Sandstein für den Justizpalast, sondern grauen Pfalzburger Sandstein. Äußerlich ist der Palais im Neorenaissancestil gehalten, weist jedoch innen Stilmerkmale des neo-ägyptischen Historismus auf. Besonders auffällig ist dies im Lichthof, der mit Sphinxen und kartuschenartigen Reliefs reichlich verziert ist.

Unterhalb des Gebäudes befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Luftschutzkeller.

1978 wurde der Palais vom Architekten Roger Lamoise seitlich aufgestockt.

Ein 1997 erstelltes Gutachten erbrachte, dass eine komplette Renovierung des Palais erforderlich sei. Von 2002 bis 2012 wurden dann mehrere Projekte vorgelegt, die sowohl bei Denkmalschützern als auch bei Richtern und Anwälten teilweise auf starke Opposition stießen. Schließlich wurde das Gebäude dann endlich von Juni 2014 bis Dezember 2016 unter der Leitung des spanischen Architekten Jordi Garcés instandgesetzt.

Palais des Fêtes

Der Palais des Fêtes (wortwörtlich: „Festpalast“) ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Straßburg, das für Konzerte, Ballett und Fachmessen vielseitig genutzt wird. Es handelt sich hierbei im Prinzip um einen ganzen Gebäudekomplex, der aus dem ehemaligen „Sängerhaus“ (1903) und dem Erweiterungsbau „Salle de la Marseillaise“ (1921) besteht. Der Palais ist seit 2007 ebenfalls als Monument Historique eingestuft.

Der älteste und größte Teil des Gebäudes ist der erste Strasburger Stahlbetonbau und wurde 1900 bis 1903 von den Architekten Joseph Müller und Richard Kuder als Konzerthaus für den städtischen Männergesangverein gebaut.

Äußerlich im Jugendstil gehalten, ist der ursprünglich neobarock mit Stuck und Lüstern verzierte „Festsaal“ mit seinen an drei Seiten durchlaufender Empore, das eigentliche Herzstück. Der Saal kann 1080 Zuhörer fassen. Auf der Bühne steht die 1909 eingeweihte Orgel.

Schon 1904 wurde der Bau teilweise aufgestockt und um weitere Säle ergänzt.

Der Erweiterungsbau von 1921 wurde vom Architekten Paul Dopff im Neorenaissancestil nördlich an das Sängerhaus angebaut und erhielt den Namen Salle de la Marseillaise.

Auch unter diesem Gebäude befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Luftschutzkeller.

Der Palais des Fêtes diente bis 1974 als Konzertsaal der Straßburger Philharmoniker. Unter anderem traten hier Gustav Mahler, Richard Strauss, Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan und Karel Ančerl als Gastdirigenten auf.

Heute wird der Palais jedoch nur noch gelegentlich für Konzerte verwendet. Im Marseillaise-Teil ist heute die städtische Ballettschule (Centre chorégraphique de la ville de Strasbourg) untergebracht.

Seit 2012 wird die komplette Renovierung des Palais vorgenommen, die voraussichtlich bis 2022 abgeschlossen sein wird.

Das Frauenhausmuseum

Das Frauenhausmuseum (französisch: Musée de l’Œuvre Notre-Dame) ist das Museum der Stadt Straßburg für Kunst und Kunstgewerbe im rheinischen Raum vom Mittelalter bis 1681. Das Museum ist bekannt für seine reichen Sammlungen an Skulpturen, Glasfenstern, Architekturfragmenten und Bauplänen des Münsters sowie für seine beachtliche Sammlung von Werken Peter Hemmel von Andlaus, Niclas Gerhaert van Leydens, Niklaus von Hagenaus, Ivo Strigels, Konrad Witzens, Hans Baldungs, Hans Wydyz und Sebastian Stoskopffs.

Das Elsässisches Museum

Das wichtigste Regionalmuseum des Elsass ist ganz sicher das Elsässische Museum (französisch Musée Alsacien) in Straßburg. Es wurde im Jahr 1902 gegründet und hat seit je her seinen Sitz in Straßburg, genauer gesagt in der Altstadt.

Das Museum besteht aus einem großen um einen Innenhof gruppierten historischen Bürgerhausensemble, das auf anschauliche und wunderschöne Weise die wechselseitigen Einflüsse des deutschen und des französischen Kulturraums auf das Elsass verdeutlicht.

Der Informationsflyer des Museums erklärt, dass interessanterweise ein beliebiger im Jahr 1869 geborener und 1945 verstorbener Elsässer in seinem Leben fünfmal die Staatsangehörigkeit wechselte.

Die meisten Ausstellungsstücke stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Mit der Gründung des Museums wollte man ganz bewusst das elsässische Kulturerbe bewahren. Denn man befürchtete, dass Regionen wie das Elsass zukünftig ganz in den Nationalstaaten aufgehen und ihre wundervollen Eigenschaften verlieren würden.

Besonderer Schwerpunkt der Ausstellung ist das ganz alltägliche Leben der Elsässer mit ihren Gebrauchsgegenständen. Die Architektur von Bürgerhäusern mit ihrer typischen Möblierung – zum Beispiel die typischen Hochzeitstruhen – und auch einfache Haushaltsgegenstände, Kleidung und natürlich die speziellen Trachten und Gegenstände zur Ausübung der verschiedenen Religionen werden dem staunenden Besucher gezeigt.

Besonders schön und umfangreich ist auch die Keramiksammlungen mit ihren Informationen zur früheren Keramikherstellung im Elsass, wie sie auch heute noch in den Standorten Soufflenheim und Betschdorf hergestellt wird.

Das Tomi Ungerer Museum

Ein ziemlich neues und sehr interessantes Museum, dass sich In Straßburg befindet, ist das 2007 eröffnete Musée Tomi Ungerer – centre international de l'illustration.

Die Sammlung besteht vor allem aus einer Schenkung des Künstlers selbst, mit einem Teil seines grafischen Lebenswerks. So kann man dort 8000 Zeichnungen, 2000 Plakate und Grafiken bewundern. Außerdem gibt es eine große Spielzeugsammlung, ein Familienarchiv, Presseartikel und Fotografien.

Eröffnet wurde das originelle Museum am 2. November 2007 in der neoklassizistischen „Villa Greiner“ im Stadtzentrum von Straßburg. Es befindet sich in unmittelbar Nachbarschaft des Nationaltheaters.

In der Zukunft soll die zweite Hälfte der Villa Greiner mit einer Sammlung von denjenigen Cartoonisten und Zeichnern erweitert werden, deren Werke Ungerer zu seinen Arbeiten inspiriert haben.

Im Garten der Villa Greiner steht seit April 2011 eine Metallskulptur, die nach einer Zeichnung von Tomi Ungerer gefertigt wurde. Die „Sur les dents“ (wörtlich: auf den Zähnen) zeigt eine 2,40 Meter hohe Figur, die sich selbst eine Säge durch den Kopf zieht. Enthüllt wurde diese Skulptur aus Anlass des „Tomi-Ungerer-Jahres 2011“ mit dem die Stadt den 80. Geburtstag ihres berühmten Sohnes feierte.

Opéra national du Rhin

Die Nationale Rheinoper (französisch: Opéra national du Rhin) ist das Opernhaus mit einem Ensemble aus Solisten und Chor der Städte Straßburg, Mülhausen und Colmar im Elsass. Außerdem untersteht ihm auch die Balletttruppe Ballet du Rhin, die Nachwuchsschmiede Jeunes voix du Rhin und die Schule für Maskenbildung École des arts de la transformation. Es besitzt zudem zwei feste Orchester - die Straßburger Philharmoniker und das Mülhausener Symphonie-Orchester.

Die Zusammenlegung der Opern und Ensembles von Straßburg und Mülhausen wurde 1972 von Alain Lombard angeregt, da man über eine leistungsfähige Truppe verfügen wollte, die auch im internationalen Vergleich bestehen sollte.

Weihnachtsmarkt

Für all diejenigen, die das schöne Straßburg im Winter, genauer gesagt in der Weihnachtszeit besuchen, sollte unbedingt ein Bummel über einen der malerischen Weihnachtsmärkte auf dem Programm stehe. Denn zahlreiche alte Stadtviertel sind kaum wiederzuerkennen, versinken sie doch in den bunten Weihnachtsmärkten mit den leckeren Süßigkeiten, Glühwein, Spezialitäten und wunderschönem Kunsthandwerk. Überall hört man Musik und fröhliches Stimmengewirr. Und natürlich fehlen auch die strahlenden Gesichter der Kinder nicht.

Alles in allem umhüllt eine einmalige feierliche Atmosphäre die gesamte Stadt. Wer die typischen Elsässer Spezialitäten auf einem Platz versuchen will und dabei ein schönes Glas heißen Glühwein trinken möchte der ist hier richtig. Liebhaber von gehobenem Kunsthandwerk kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, und man findet hier das ein oder andere sehr originelle Mitbringsel von der schönen Reise nach Straßburg.

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