20 Dinge, die man in Lüttich machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Lüttich

Die schöne Stadt Lüttich ist die größte Stadt der belgischen Region Wallonien. Sie ist ein gutes Beispiel für Strukturwandel in Belgien, denn die Stadt war früher vor allem vom Kohlebergbau und den Stahlwerken geprägt. Zwar hängen auch heute noch grosse Teile der Wirtschaft von der Schwerindustrie ba, aber Lüttich hat sich mittlerweile auch als modernes Dienstleistungszentrum einen Namen gemacht.

Zudem gibt es viele architektonisch interessante Projekten sowie regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen, welche Lüttich zu einer touristischen Metropole in Ostbelgien transformierten.

Lüttich liegt in unmittelbarer Nähe des Dreiländerecks zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien im Osten des Landes. So liegt Maastricht in den Niederlanden sowohl als auch Aachen in Deutschland lediglich etwa 30 Kilometer von Lüttich entfernt. Die belgische Hauptstadt Brüssel liegt ca. 100 Kilometer entfernt im Westen. Die Lage Lüttichs ist deshalb besonders Interessant, da die Stadt im Tal der Maas zwischen den umliegenden Hügeln liegt, was zu großen Höhenunterschieden in der Stadt führt und das Stadtbild entscheidend prägt. Vor allem im Süden reichen die Ausläufer der Ardennen bis in die Stadt.

Lüttich bietet seinen Besuchern zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten. Ausserdem gbt es schöne Aktivitäten für die ganze Familie zu unternehmen.

Place St. Lambert

Im Herzen liegt der malerische Place St. Lambert. Rund um diesen zentralen Platz gibt es auch einige der schönsten Gebäude der Stadt zu sehen, z.B. den Prinzbischöfliche Palast (siehe unten), das Verwaltungsgebäude der Justiz und mehrere andere Gebäude mit neoklassischen Fassaden. Ein Bummel über den Platz macht Spass und das Auge entdeckt schöne Dinge zum Verweilen. Ist man müde, laden Cafés zum Ausruhen ein.

Treppe Montagne de Bueren

Wer nach Lüttich kommt, darf es nicht versäumen, zumindest auf einem Abschnitt der Treppe Montagne de Bueren zu laufen. Die mit 373 Stufen monumental erscheinende Treppe führt von der Innenstadt zur Zitadelle. Vom oberen Ende der Treppe kann man den Blick weit über die Stadt und das Umland schweifen lassen.

Flohmärkte

Bekannt ist Lüttich auch als Stadt der Flohmärkte, welche Besucher regelmäßig in die Stadt locken. Es gibt viele davon, wobei der bekannteste der Marché de la Batte ist, der jeden Sonntag am Ufer der Maas stattfindet und als einer der längsten Flohmärkte Europas gilt. Hier können Sammler nun wirklich alles finden, was Ihr Sammlerherz begehrt. Aber auch neugierige und interesierte Touristen erliegen dem unglaublichen Charme dieser malerischen Flohmärkte. Dieser Ausflug wird keinem langweilig!

Hochgeschwindigkeitsbahnhof von Lüttich-Guillemins

Der neue attraktive und originelle Hochgeschwindigkeitsbahnhof von Lüttich-Guillemins wurde von dem berühmten katalanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen und ist ganz bestimmt einen Besuch wert, vor allem für Menschen, die sich für architektonisches Kulturerbe interessieren.

Dank diesen modernen Bahnhofs geniest Lüttich eine noch bessere Anbindung an Metropolen wie Brüssel, Paris, London, Amsterdam, Köln und Frankfurt.

Das Grand Curtius – das große Museumsensemble in Lüttich, der feurigen Stadt

Das mitten in Lüttich gelegene Museum Grand Curtius besitzt 5 imposante Sammlungen: die Sammlungen des Waffenmuseums, des Glasmuseums, des Archäologiemuseums, des Museums für religiöse Kunst und für Kunst aus dem Gebiet der Maas. Durch das Zusammenlegen verschiedener Sammlungen im gleichen Museum können die interessierten Besucher die gesamte Geschichte des Lütticher Landes und die Reichtümer seines Erbes aus unterschiedlichen Perspektiven und Themen erfassen.

Die Besuchertour ist in drei Rundgänge aufgeteilt, für die praktischerweise Audioguides angeboten werden. Außerdem macht es auch sehr viel Spass allein und frei durch die neu gestalteten Höfe oder den Museumsladen zu schlendern oder die beiden wunderschönen Terrassen zu genießen, die Zugang zur Brasserie bieten. Der Garten ist frei zugänglich (Werk von Lawrence Weiner).

Übrigens gibt es kostenlosen Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat. Kinder unter 12 Jahren (begleitet von einem Erwachsenen) zahlen generell keinen Eintritt.

Der prinzbischöfliche Palast

Der prinzbischöfliche Palast ist eines der emblematischen Bauwerke in Lüttich, das Sie von dem Place Saint-Lambert im Stadtzentrum aus bewundern können. Heutzutage ist hier die Regierung der Provinz Lüttich und der Justizpalast untergebracht.

Geschichtlicher Hintergrund: Für über 10 Jahrhunderte war das Fürstenturm Lüttich ein unabhängiges Gebiet, regiert von einem Prinzbischof. Dieser Prinzbischof übte sowohl die religiöse als auch die politische Macht aus. Diese Doppelfunktion wird durch den Palast der Prinzbischöfe ausgezeichnet symbolisiert.

Im Laufe der Zeit wurde durch die zahlreichen Wiederaufbauten den jeweiligen architektonischen Vorlieben der Zeit Rechnung getragen, weshalb man die verschiedensten Stilelemente beobachten kann.

Architekturgeschichte und Brandschäden: Der allererste Bischofspalast wurde von Notger (972-1008) gebaut. Dies geschah zeitgleich mit dem Bau der direkt gegenüberliegenden Kathedrale. 1185 wurde der Palast durch einen Brand zerstört und im Jahre 1188 wiederaufgebaut. Der Palast fiel dann im Jahr 1505 einem erneuten Brand zum Opfer. Der Wiederaufbau wurde diesmal von Kardinal Erard (1526-1536) übernommen. Diese neue Version hat sichtbare italienische Einflüsse. Schliesslich wurde der Südflügel 1734 ebenfalls von einem Brand zerstört und die Außenfassade dann im klassischem Stil wiederaufgebaut. Besichtigt kann man allerdings nur den ersten Palastinnenhof. Dennoch sollte man sich die Zeit nehmen, den Palast von Aussen zu bewundern und seine bewegte Geschichte zu würdigen.

Sankt Bartholomäus Kirche in Lüttich

Die Sankt Bartholomäus Kirche in Lüttich ist das älteste religiöse Bauwerk der Stadt. Besonders bemerkenswert sind die Taufbecken, welche ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst darstellen.

Die Sankt Bartholomäus Kirche, genau wie Saint-Denis und Saint-Martin haben in ihrer Architektur einen auffallend defensiven Aspekt. Die prachtvolle Kirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts fertiggestellt. Eine Ausnahme bildet das neoklassischenPortal, das 1782 angebracht wurde.

Interessanterweise wurden die berühmten Taufbecken ursprünglich für das Baptisterium von Notre-Dame-aux-Fonts hergestellt. Diese kleine Kirche befand sich ursprünglich neben der Kathedrale Saint-Lambert, wurde dann aber zerstört, weswegen die Taudbecken ihr endgültiges Zuhause ind er Bartholomäus Kirche fanden.

Museum für wallonische Volkskunde

Ebenfalls im Zentrum von Lüttich liegt das Museum für wallonische Volkskunde. Die interessierten Touristen finden hier alle wichtigen Informatiuonen und Einzelheiten über die Geschichte und das Leben der Wallonen vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

Das Museum ist in einem besonderen architektonischen Komplex untergebracht. Es handelt sich um das alte Kloster der Minderbrüder aus dem 13. Jahrhundert. Anhand zahlreicher Themen und Objekte erfahren Sie alles über das Leben in der Wallonie.

Die Dauerausstellung über das Leben in der Wallonie – vom 19. Jahrhundert bis heute, gliedert sich in verschiedene Bereiche: Wallonie, Technische (R)Evolution, das Zusammenleben, das Geistesleben. Die Objekte und Dokumente aus den alten Archiven sind modern in Szene gesetzt, alte und zeitgenössische Exponate gemischt.

Das Musée de la Vie Wallonne ist auch:

Ein umfangreiches Dokumentationszentrum im Haus Chamart neben dem Museum

Lütticher Marionettentheater

Ausstellungen und Veranstaltungen, z.B. die Sommerkonzerte

Eine Boutique und ein Espace Saveurs mit vielen regionalen Spezialitäten, die Sie auch verkosten können.

Dem Alter und dem jeweiligen Publikum angepasste Besuchskonzepte.

Praktische Infos:

Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren, und an jedem ersten Sonntag im Monat

An jedem 3. Sonntag im Monat gratis geführte Besichtigungen um 14 Uhr.

Gratis Audioguide

Behindertengerecht

Blindenhunde zugelassen

Königliches Theater Lüttich

Opern- und Architekturfreunde aufgepasst: Wiedereröffnung des Königlichen Theaters Lüttich! Nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten der vergangenen 3 Jahre wurde das "Théâtre Royal" im Herbst 2012 endlich wiedereröffnet.

Architektur und Opernkunst: Das Theater wurde 1820 von dem Architekten Auguste Duckers erbaut und steht seit 1999 unter Denkmalschutz. Das Gebäude zeichnet sich durch seine charakteristische Marmorkolonnade an der Hauptfassade aus. Sie wird durch eine Balustrade abgegrenzt und liegt über den Arkaden des Erdgeschosses. Hinzu kommen allegorische Skulpturen auf dem großen Frontdreieck. Es handelt sich um die umfangreichsten Renovierungsarbeiten in der Geschichte des Theaters.

Den hochkarätigen Spielplan finden Sie auf der Internetpräsenz der Oper.

Praktische Infos:

Kartenvorverkauf:

Der Vorverkauf ist geöffnet von 10:30 bis 18 Uhr.

Théâtre Royal de Liège

Place de l’Opéra

4000 Lüttich

Die Cité Miroir

Die „Cité Miroir“ ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort und Kulturbegegnungsraum im ehemaligen Schwimmbad „Sauvenière“ in Lüttich.

Die ehemaligen Bäder und Thermen der Sauvenière sind 2014 umbenannt worden in „Cité Miroir“ – Spiegelstadt. Ein Bildungs-, Austausch- und Bürgerstandort, ein Ort des Dialogs zwischen den Kulturen, ein Ort um Erinnerungen aufzuarbeiten.

Mitten im Stadtzentrum beeindruckt das Gebäude in seiner majestätischen Bauweise im Bauhausstil. Konferenzen, Theater, Musik, Dialog und Ausstellungen gehören zum Programm des Hauses.

Um immer über die Ereignisse in der „Cité du Miroir“ informiert zu sein, schauen Sie auf die Webseite.

Das Boverie-Museum in Lüttich – Schöne Künste und Expo

Dieses Highlight der Stadt dürfen Sie nicht versäumen - Spazieren Sie auch durch den wunderschönen Museumspark, der von den Lüttichern sehr geschätzt wird.

Das Gebäude stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist ein nachhaltiges Erbe der Weltausstellung im Jahr 1905. Es beherbergt das Museum der Schönen Künste, mit bemerkenswerten Sammlungen wallonischer und internationaler Kunst. Es gibt außerdem einen Bereich für Wechselausstellungen von internationalem Renommee.

Nutzen Sie Ihren Besuch auch für einen Spaziergang im Boveriepark! Als grüne Lunge der Stadt ist er bei den Lüttichern besonders beliebt.

Sie erreichen Museum und Park über die Passerelle „La Belle Liègeoise“, eine Fußgängerbrücke die linkes und rechtes Maasufer miteinander verbindet. Sie liegt etwa 700 Meter vom Lütticher Hauptbahnhof „Guillemins“ entfernt.

Die Blegny Mine

Blegny-Mine ist neben Le Bois du Cazier, Le Grand-Hornu und Bois-du-Luc eines der vier wallonischen Kohlebergwerke, die seit Juli 2012 zum UNESCO-Welterbe zählen.

Gut erhaltene Infrastruktur: Blegny-Mine ist das letzte Zeugnis der Lütticher Kohleindustrie, nur rund 30 km von Aachen entfernt gelegen. Die Besonderheit in Blegny ist die authentisch erhalten gebliebene Infrastruktur mit einem Untertage-Stollen, der von Besuchern über den ursprünglichen Zugangsschacht besichtigt werden kann.

Auf den Spuren der Kumpel: Ausgestattet mit Helm und Jacke geht es mit dem Förderkorb hinein in den Schacht bis in eine Tiefe zwischen 30 und 60 Meter. Hautnah kann man das harte und spannende Leben der Grubenarbeiter nachempfinden, den ohrenbetäubenden Lärm eines riesigen Bohrgeräts hören, über steile Treppen und enge Gänge tief in das Schwarz der Erde eindringen. Wenn man wieder ans Tageslicht zurückkehrt, folgt ein Rundgang zu den Sortier- und Waschanlagen der Kohle. Es stehen Audioführer in Deutsch zur Verfügung.

Wer Lust auf regionale Gerichte hat, ist in der Cafeteria und in den beiden Restaurants gut aufgehoben. Hier gibt es auch schmackhafte Lokalbiere – das Houyeux und das Hèrtcheûses.

Préhistomuseum

Das ehemalige Préhistosite heißt jetzt Préhistomuseum! Es handelt sich um eines der größten urgeschichtlichen Museen Europas.

Das neue Préhistomuseum

Das Préhistomuseum erstreckt sich auf 30 ha im Wald rund um die Grotte von Ramioul. Zu sehen gibt es prestigeträchtige Sammlungen aus wallonischen Ausgrabungsstätten. Drei Themen stehen dabei im Mittelpunkt: Die Urgeschichte, die Archäologie und die Gesellschaft.

Attraktionen rund um das Museum

Wald mit 10 km Wanderwegen

Archälogische Stätte "Grotte de Ramioul"

Archäologielabor inmitten der Natur

Eine faszinierende Zeitreise in die Urgeschichte, ganz in neuem Gewand.

Benediktinerabtei Saint-Jacques

Die Benediktinerabtei Saint-Jacques wurde 1015 gegründet. Die aktuelle Kirche, die von 1514 bis 1538 gebaut wurde, ist ein Juwel der Architektur der flammenden Gotik. Fenster aus dem 16. Jahrhundert, Chorstühle aus dem 14. Jahrhundert und reiches Mobiliar machen sie zu einem der Meisterwerke Belgiens.

Auch während der Osterferien geöffnet: Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Für Gruppen: das ganze Jahr über nach Vereinbarung.

Ein freiwilliger Fremdenführer steht zu Ihrer Verfügung.

Lütticher Kathedrale Saint Lambert und Domschätze

Nach der Zerstörung der alten Lütticher Kathedrale Saint-Lambert ab 1794 fanden die erhaltenen Schätze von Saint-Lambert in der Schatzkammer von Saint-Paul eine neue Herberge.

Wie viele religiöse Bauwerke dieses Ausmaßes hat Saint-Paul verschiedene Umbau- und Rekonstruktionsarbeiten erlebt, vom Beginn der Bauarbeiten um 1230 bis zum Bau eines zusätzlichen Stockwerks im Turm im 19. Jahrhundert, der den Turm von Saint-Lambert nachempfindet.

Die Schatzkammer birgt mehrere herausragende Objekte des mittelalterlichen Lütticher Kulturerbes, wie z.B. den Reliquienschrein Karls des Kühnen (ca. 1467) und von St-Lambert (ca. 1512) sowie das maasländische Elfenbeinrelief der 3 Auferstehungen. Bemerkenswerte Textilsammlungen (Grabtücher des Heiligen Lambertus, liturgische Ornamente). Der Schatz bietet eine Reise durch Kunst und Geschichte des ehemaligen bischöflichen Fürstentums von Lüttich.

Museum Tchantches

Berühmte lütticher Marionetten. Kostüme, die Tchantchès geschenkt wurden. Dokumente und Objekte zur Folklore Lüttichs und besonders der Region "Outre-Meuse". Sammlung von lütticher Marionetten von Denis Bisscheroux.

Führungen für Gruppen von min. 20 Pers. auf schriftliche Anfrage, einen Monat im Voraus.

Marionetten-Saison: von Oktober bis Ende April: jeden Sonntag um 10.30 Uhr und jeden Mittwoch um 14.30 Uhr.

Das MADMuseum, Kunstmuseum in Lüttich

Das MADMuseum lädt ein, in seinen ständigen und seinen Wechselausstellungen die Werke geistig behinderter Künstler zu entdecken.

Das MADMuseum beherbergt eine Kollektion von internationalem Rang. Dabei handelt es sich um rund 2200 Werke wie Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Gravuren oder Textil - Kreationen. Das Museum arbeitet eng mit den beiden anderen belgischen Museen zusammen, die ebenfalls so genannte Outsiderkunst zeigen: das Museum Dr. Guislain aus Gent und das Art & Marges Museum in Brüssel.

Das Kunstmuseum wertschätzt die Werke geistig behinderter Menschen, die in der Regel in Ateliers arbeiten. Seit seiner Gründung (1998) entwickelt das MADmuseum neue Recherche- und Erziehungskonzepte, um seine Kollektion zu bereichern, wechselnde Ausstellungen zu konzipieren, ein Dokumentationszentrum zu gründen und das Publikum durch seinen pädagogischen Service zu sensibilisieren.

Das MADmuseum ist wegen Renovierung geschlossen.

In dieser Zeit bietet es Ihnen Ausstellungen extra muros (außerhalb) an.

Informieren Sie sich auf der Webseite des Museums.

Besuch des malerischen Dorfes Olne

Inmitten beschaulicher Landschaften, in denen sich die sanften Hügel des Pays de Herve mit den abwechslungsreichen Formationen der Ardennen vermählen, deutet nur ein schieferner Wegweiser an der Kirche Saint-Sébastien auf das kleine Dorf hin.

Hier lebten und arbeiteten einst die Arbeiter des Steinbruchs, der Steingutfabrik, die Tuchmacher und Nagelschmiede. Heute scheint das Dorf, in dem sich nur noch wenige Spuren der einstigen Industrie finden, die Stille zu genießen. Besuchern wird sowohl die schöne Dorfarchitektur als auch das volkstümliche Kulturerbe auffallen.

Olne verdankt diesen Titel vor allem seinen Wanderwegen und den wunderschönen Weilern ringsum auf den Höhen über den Tälern der Weser und der Magne. Hier erleben Wanderer Ausblicke über das Relief der Hügel, Senken und Wiesengründe bis hinüber ins Hohe Venn über Spa. Insgesamt zehn ausgeschilderte Wege gibt es hier. Saint- Hadelin, Gelivaux, Hansez, Vaux-sous-Olne und Bois d'Olne heißen diese Ardenner Dörfer, deren Bruchsteinarchitektur bildschön und harmonisch ist. Hansez verfügt über ein Biotop und Panoramaausblicke tief hinein ins Wesertal. Saint-Hadelin mit seiner kleinen, romantischen Kirche auf einem Felsvorsprung überragt das Tal der Magne. Das einschiffige religiöse Bauwerk wurde 1676 in Bruchstein erbaut und 1830 vergrößert. Früher war dieses kleine Gebiet mit nur einem Dutzend Häuser rund um die Kirche und das Pfarrhaus ein Lehen der Abtei von Stavelot. Um 1700 wurde es Olne zugeteilt. Eine schon mehrere Jahrhunderte alte Linde ist als Nagelbaum bekannt, der besondere Heilkräfte haben soll und auch jungen Mädchen zu einem Ehemann verhelfen kann. Das alte Gerichtshaus und das Pfarrhaus stellen bemerkenswerte architektonische Elemente innerhalb eines Ensembles von epochalen Gebäuden dar.

Soiron, eines der schönsten Dörfer der Wallonie

Die schönsten Dörfer der Wallonie

Es gibt viele Schätze in der Provinz Lüttich zu entdecken, einer davon ist Soiron, ein Schlossdorf in der Gemeinde Pépinster

Auf den kleinen Serpentinen der Landstraße hinunter ins Tal nach Soiron zwischen Baumgruppen, Hecken und grünen Wiesenhängen erblickt man schon von weitem die übermächtig wirkende Kirche im maasländischen Stil, die Türme der Schlossanlage und die vielen Häuser im typischen Kalkstein. Man befindet sich am Rande des Herver Landes, in der Gemeinde Pépinster. Bereits 1005 wurde Soiron gegründet. Die Hauptsehenswürdigkeit in Soiron ist das Schloss, das Château de Soiron, in seinem weitläufigen Park an der Straße nach Xhendelesse gelegen. Das Schloss von Soiron ist im Privatbesitz und gehört der Familie des Barons de Woelmont, die noch heute hier wohnt. Es hat zwei vollständig gleiche, harmonische und schöne Fassaden. Zum Schloss gehört eine Remise, die von zwei mächtigen Türmen flankiert ist.

Auf der anderen Seite zum Dorf liegt der ehemalige Bauernhof des Schlosses. Nebenan in der ehemaligen Scheune (Séchoir à chardons) gibt es eine weitere Originalität. Hier wurden früher Distelgewächse getrocknet, die für die Wollproduktion im nahen Verviers verwendet wurden. Die vielen schmalen Luftschlitze in den Mauern zeugen davon. In der Dorfmitte thront die Sankt-Rochus Kirche. Ihr mächtiger Turm im romanischen Stil hebt sich vom Rest des Gebäudes in der Bauart der maasländischen Renaissance ab. Am Platz vor der Kirche fallen viele herrliche Gebäude aus typischem Sand- und Kalkstein ins Auge sowie die schönen Fenster- und Türeinfassungen aus Blaustein. Die meisten Häuser in Soiron wurden im 17. und 18. Jahrhundert erbaut.

Im Dorfkern steht das alte, restaurierte Waschhaus, im dem noch heute das Wasser aus einer nahen Quelle fließt. Gegenüber plätschert der Bach Bola, der in die Weser (frz. Vesdre) mündet. Überhaupt spielte Wasser hier eine große Rolle. Der Name Soiron soll sich von „Suron“ und dieses wiederum von „sur eau“ (am Wasser) ableiten.

Château de Jehay

Das Château de Jehay fasziniert durch seine bemerkenswerte und in Europa einzigartige Architektur

Das imposante Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von Wassergräben, erscheint wie von Zauberhand an der Biegung eines Waldes. Dieses seltene und schöne Exemplar der maasländlichen Renaissance von der Mitte des 16. Jahrhunderts fällt besonders durch seine schachbrettmusterartige Fassadenstruktur ins Auge. Das Schloss gehört zum außergewöhnlichen Kulturgut der Wallonie.

Besichtigung des Schlosses

Die hier vorherrschende Atmosphäre und die Raffinesse der Schlossanlage sind alleine schon eine Reise wert. Kunstfreunde werden von der Vielfalt der Sammlungen im Schloss begeistert sein: Mobiliar, Silberwaren, Bilder, Tapisserien, Keramiken und Bücher.

Neben dem Besucherempfang, dem Souvenirladen und einem Gästebereich bietet Ihnen die Schlossanlage auch Ausstellungsräumlichkeiten. In den ehemaligen Stallungen werden Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt. Der ehemalige Sitz des Herzogs Guy van den Steen öffnet Ihnen seine Türen für eine un- vergleichbare Reise in die Kunst.

Die Besichtigung vorbereiten

Bitte beachten Sie, dass das Schloss selbst für eine unbestimmte Zeit geschlossen ist. Die Schlossanlage an sich bleibt aber für die Öffentlichkeit zugänglich und Gäste können hier die Ausstellungen in den Dependancen der Schlossanlage und in den Gärten besuchen.

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