18 Dinge, die man in Danzig machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Danzig

Das Bernsteinmuseum

Bernstein gibt es entlang der gesamten Ostseeküste, aber in Polen und Danzig finden Sie eines der wenigen Museen, das ganz dem gewidmet ist, was man das „Gold der Ostsee“ nennt. Das Bernsteinmuseum in Danzig ist vier Etagen hoch und hat viele interessante Abteilungen. Unter anderem können Sie Tiere und Pflanzen sehen, die in Bernstein eingeschlossen sind. Dies ist richtig toll, denn es ist möglich, die versteinerten Tiere und Pflanzen aus allen Winkeln zu sehen und es ist wirklich fast so, als würden Sie durch ein Vergrößerungsglas gucken. Hier gibt es auch die Möglichkeit zu sehen, welche verschiedenen Künstler mit Bernstein alles von Löffeln bis Gitarren geschaffen haben. Es gibt auch eine große Ausstellung mit verschiedenem Bernsteinschmuck. Das Gebäude an sich hat eine eigene Historie (wie Folterkammer) und es gibt separate Ausstellungen darüber im Museum.

Der Dom zu Oliva

Der Dom zu Oliva ist Danzigs berühmte und gutbesuchte Kathedrale. Die Kirche hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert reicht und war über die Jahre ein selbstverständlicher Treffpunkt für die Einwohner der Stadt. Genauso wie viele andere Kirchen überall in Europa wurde der Dom zu Oliva niedergebrannt und wurde mehrmals wieder aufgebaut. Die heutige Kirche wurde, nach einer Kirche, die während des Aufruhrs 1577 niedergebrannt wurde, erbaut. Das Gebäude bildet das lateinische Kreuz und ist sehr lang und schmal, über 100 Meter lang und nur 8 Meter breit. Die Länge von über 100 Metern macht die Kirche zu Polens längster. In der Kirche gibt es zwei schöne Altare, einer im Barockstil von 1688 und einer im Renaissancestil von 1606. Die vielleicht wichtigste Sehenswürdigkeit in der Kathedrale ist die Orgel. Es dauerte ganze 30 Jahre, um die Orgel zu bauen und sie ist bekannt für Ihre schönen Klänge. Die Orgel wird im Grunde jeden Tag gebraucht und wenn Sie Glück haben, dann kommen Sie während Ihres Kathedralbesuches in ein laufendes Konzert.

Das europäische Zentrum der Solidarität

Das Europäische Zentrum der Solidarität ist ein sehr interessanter Ort, den derjenige besuchen sollte, der die Gegenwartsgeschichte intensiv erleben will. Das Museum spiegelt nicht nur die polnische Geschichte wider (wie der Name andeutet), sondern die Geschichte der ganzen europäischen Bevölkerung. Hier können Sie Filme und Computerprogramme, welche die polnische Entwicklung und den Weg den Polen gegangen ist, um große gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen, sehen, aber vor allem gibt es hier interessante Fakten über den Gewerkschaftsbund Solidarność (Solidarität) und die Streiks und den Aufruhr an der Leninwerft in Danzig. Unter anderem können Sie die Pforten der Werft und das Monument, das für die getöteten Arbeiter errichtet wurde, sehen. Wenn Sie das Museum besuchen, sollten Sie nicht die Gelegenheit verpassen, einen Audioguide mitzunehmen (ist im Eintrittspreis enthalten), um so viele Informationen wie möglich von den unterschiedlichen Ausstellungen zu erhalten. Das Museum liegt ein wenig außerhalb des Stadtzentrums und ist am einfachsten mit dem Taxi zu erreichen.

Murale Gdansk Zaspa (Wandmalereien Danzig Saspe)

Murale Gdansk Zaspa ist einer der Vororte von Danzig, der in eine Touristenattraktion verwandelt wurde. Zu Beginn war Murale Gdansk Zaspa, wie jeder andere Vorort auch, langweilige Hochhäuser, die in einer sehr tristen Umgebung liegen. Danach passierte folgendes: Man ließ große Wandmalereien auf die Häuser malen und plötzlich wurde dieser Vorort bedeutend netter und ansprechender für Besucher. Die Malereien sind toll und nehmen wichtige Motive der polnischen Geschichte auf. Es gibt eine Vielzahl bemalter Gebäude und Sie brauchen ein oder zwei Stunden, um es zu schaffen, alles zu sehen. Hierhinzukommen ist nicht nur ein tolles Erlebnis für das Auge, sondern es bietet auch eine ausgezeichnete Möglichkeit zu sehen, wie die Danziger Bevölkerung außerhalb des Stadtzentrums lebt. Um hierhinzukommen, können Sie den Zug nach Zaspa nehmen und danach ein wenig zwischen den Hochhäusern umherspazieren.

Die Altstadt

Die Altstadt ist Danzigs gemütlichstes Stadtviertel und hier können Sie zwischen alten schönen Häusern, schönen Kirchen, kleinen Geschäftchen, Restaurants, Konditoreien und vielem mehr umherspazieren. Genauso wie in vielen anderen Teilen Polens wurde die Altstadt in Danzig während des zweiten Weltkrieges zerstört. Was Sie heute sehen, ist daher eine Mischung aus echten alten Gebäuden, die es schafften den Krieg zu überstehen, und wiederaufgebauten Gebäuden, die vorher vollständig oder teilweise zerstört waren. Die Atmosphäre in der Altstadt ist sehr angenehm und obwohl die Altstadt nicht so groß ist, können Sie hier leicht mehrere Stunden verbringen. Es wird Ihnen stark empfohlen, in eines der gemütlichen Cafés zu gehen oder auf den Außenterrassen Platz zu nehmen. Für diejenigen, die sich einen Bernstein kaufen wollen, gibt es hier viele Geschäfte, die das „Gold der Ostsee“ verkaufen. Kommen Sie in bequemem Schuhwerk nach hier, denn es gibt Straßen mit Kopfsteinpflaster in der Altstadt.

Der Zoo von Oliva

Für diejenigen, die Kinder bei sich haben oder einfach nur im Allgemeinen an Tieren interessiert sind, kann der Zoo von Oliva einer der Höhepunkte in Danzig werden. Der Zoo von Oliva wurde offiziell im Jahr 1945 eröffnet und war jahrelang nichts Bemerkenswertes. Die letzte Zeit wurde jedoch viel investiert in die Verbesserung der Lebensräume der Tiere und heute ist aus dem Zoo von Oliva einer von Polens größten Zoos geworden. Hier gibt es Zebras, Tiger, Giraffen, Elefanten, Affen, Löwen sowie eine Reihe anderer Tiere. Insgesamt gibt es über 1000 Tiere im Zoo von Oliva. Für diejenigen, die mit Kindern nach hier kommen, gibt es besondere Abteilungen und Aktivitäten, wie den Kinderzoo, Ponyreiten und Spielplätze.

Die Marienkirche

Die Marienkirche ist eine Sehenswürdigkeit, die Sie während Ihres Aufenthaltes in Danzig nicht verpassen dürfen. Die Marienkirche ist die größte Backsteinkirche der Welt und bietet mehr als 25 000 Besuchern Platz. Sie können nach hier kommen, um das erstaunliche Gebäude zu sehen, aber auch um all die schönen Malereien und Skulpturen sowie die astronomische Uhr, die es in der Kirche gibt, zu sehen. Abhängig von der Jahreszeit zu der Sie die Kirche besuchen, gibt es ein paar unterschiedliche Dinge in der Kirche zu sehen und zu tun. Um die Weihnachtszeit können Sie zum Beispiel eine sehr schöne Weihnachtskrippe in naturgetreuer Größe sehen und wenn Sie die Kirche während der Sommermonate besuchen, ist es möglich, den Kirchturm zu besteigen, von welchem Sie eine fantastische Aussicht über Danzig haben. Da es eine Steinkirche ist, ist es während der Wintermonate ziemlich kalt in der Kirche und Sie sollten sich deshalb ordentlich anziehen vor dem Besuch.

Dwor Artusa (Der Danziger Artushof)

Der Dwor Artusa (Der Danziger Artushof auf Deutsch) ist ein großes Gebäude im gotischen Stil, das sich am Rathaus von Danzig befindet. Der Danziger Artushof wurde im 14. Jahrhundert gebaut und war früher ein Gericht und Treffpunkt für Kaufleute und die Stadtbewohner. Der Name Artushof kommt aus der mittelalterlichen Legende des Königs Artur. Das Gebäude wurde während einer der Offensiven der Roten Armee während des zweiten Weltkrieges zerstört, aber nach dem Krieg wiederaufgebaut. Als Besucher können Sie in das Gebäude gehen und dort können Sie das eigene Museum von König Artus besuchen. Hier gibt es mehrere schöne Gemälde und Statuen zu sehen, sowie eine Abteilung im Obergeschoss, in der Sie mehr über Polens Geschichte erfahren können. Ein Besuch des Museums dauert nicht so lange, eine gute Stunde ist für gewöhnlich ausreichend.

Die Ulica Mariacka ( Frauengasse)

Die Frauengasse, welche von der Uferpromenade zur Marienkirche führt, ist mit Abstand die schönste Strasse Danzigs und man könnte hier Stunden verbringen. Die reich geschmückten, schmalen Bürgerhäuser in der Strasse sind ein architektonisches Highlight und zählen zu den besterhaltenen der Stadt. Vor allem, da nur noch in der Frauengasse die Beischläge (die erhöhten Terrassen) der Häuser erhalten sind, welche früher so charakteristisch für Danzig waren. In den Häusern befinden sich viele Cafés und Restaurants, wie das Cafe Kamienica oder das Restauracja Literacka. Gerade im Somme laden deren Terrassen zum Verweilen ein. Mit Blick auf die Marienkirche kann man hier einen Kaffee, Tee, Kuchen oder deftige Danziger Spezialitäten genießen und die Einheimischen beim flanieren und einkaufen beobachten. In den Kellern der Häuser befinden sich außerdem viele Galerien und Kunsthandwerksläden.

Mit der Fähre zur Halbinsel Hel

Einen Besuch auf der Halbinsel Hel sollten Sie Sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Die Fähre geht 3 mal täglich von Danzig direkt in den Hauptort Hel. Vom Wasser hat man einen tollen Blick auf die Stadt Danzig. Alternativ können Sie auch mit dem Auto nach Hel fahren, aber der Weg zieht sich. Die szenisch interessante Fahrt mit dem Auto dauert etwa 2 Stunden bis in den Hauptort Hel. Die Strände auf Hel sind unglaublich schön, wenn auch das Wasser nur im Hochsommer zum Baden einlädt. Dafür kann man hier zu jeder Jahreszeit zwischen den Dünen und Kiefernwäldern spazieren gehen und einfach die Landschaft genießen. Auch für Surfer und Kiter ist Hel ein absolutes Mekka auf Grund der starken Winde und dem flach auslaufendem Strand. Im Hauptort Hel gibt es außerdem eine Seehundkolonie und einen tollen breiten Sandstrand mit malerischen Dünen. Die vielen kleinen Kneipen an der Promenade bieten leckere und preiswerte Fischgerichte an.

Ein Ausflug nach Malbork (Marienburg)

Marienburg war vor langer Zeit die Hauptstadt der Kreuzritter und ist noch heute die größte Festungsanlage Europas. Nicht grundlos steht die Anlage auf der Liste des UNESCO- Weltkulturerbes. Majestätisch, rau und dennoch schön ragt sie in den Himmel von Marienburg und ist wirklich beeindruckend. Die einfachste Möglichkeit nach Marienburg zu kommen ist mit dem Zug. Er fährt 45 Minuten vom Hauptbahnhof in Danzig. Die Burg können Sie mit verschiedenen Führungen auch auf Deutsch besichtigen, es gibt übrigens auch eine nächtliche Schlossbesichtigung. Wenn Sie schon da sind, sollten Sie auch einen Bummel durch die Stadt Marienburg machen, diese hat viele hübsche kleine Cafés und mit seinen kleinen Kanälen erinnert sie an Amsterdam - was kein Wunder ist, denn sie wurde einst von niederländischen Protestanten erbaut.

Die Lokale Küche

Traditionell polnisch sind vor allem Piroggen, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Die besten Piroggen in Danzig bekommen Sie im Nova Pierogova am Hafen. In dem kleinen, preiswerten Restaurant gibt es die traditionelle Piroggen gefüllt mit Kartoffeln und Speck, aber auch mit Sauerkraut, Hackfleisch, Pilzen, Spinat oder Räucherlachs - und zum Nachtisch gefüllt mit Äpfeln und Rosinen. Vor allem beliebt bei Kindern natürlich. Ansonsten stehen auf der Speisekarte in Danzig Zurek, eine saure Suppe, Rote Bete Suppe, Ente und vor allem Fisch. Sehr guten Fisch bekommen Sie in der Tawerna, aber auch die polnische Ente dort ist nicht zu verachten. Das Restaurant ist urgemütlich mit seinem Charme und erinnert an vergangene Zeiten.

Das Retro Cafe

Wer es gerne urig mag, der sollte dem kleinen beschaulichen Retro Cafe einen Besuch abstatte: Die Einrichtung dort reicht – oder erinnert zumindest – an Exponate angefangen von den 20ern bis hin in die 70er. Von der rot gepolsterten Couch mit Samtbezug bis zum koffergroßen „Beethoven“ Radio. Auch kulinarisch kann das Café entzücken – ideal um sich in der Hetze des Tages mal zur Ruhe zu setzen und die Beine hochzulegen. Jedenfalls metaphorisch gesehen.

Standidylle in Brzezno

Faulenzen am Strand - das ist sicher nicht das Erste, woran man bei einem Städtetrip nach Danzig denkt. Die alte Hansestadt ist bekannt für ihre Geschichte und Kultur, die schönen Fassaden der Innenstadt, das Bernsteinmuseum, den Neptunbrunnen. Das alles muss man gesehen haben. Aber auch die Viertel abseits der Touristenpfade! Beste Gelegenheit dazu bietet die Strandpromenade von Brzezno, die zum Glück nicht so überfüllt ist wie das Touristenzentrum von Danzig.

Die Große Mühle - Wielki Młyn

Die Große Mühle, Wielki Młyn, liegt auf der Radaune-Insel um die sich der Kanal zweigt. Sie wurde zur Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut und galt lange als die grösste Mühle in Europa. Damit zählt die Mühle zu den bedeutendsten Wirtschaftsbauten des Mittelalters. Der Deutsche Orden errichtete das Backsteingebäude, nachdem die Ordensleute den Radaunekanal ausgehoben hatten, mit dessen Wasser die zunächst 12 und später 18 Mühlräder der Mühle angetrieben wurden. Diese funktionierte bis 1945 und wurde dann im Krieg zerstört. Im erhaltenen Restgebäude befinden sich nun mehrere Geschäfte und einige der großen Mühlenräder sind noch zu sehen.

Die Danziger Werft - Stocznia Gdańska

Die Werft liegt nördlich angrenzend an die Altstadt. An der Haupteinfahrt steht das Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter, Pomnik Poległych Stoczniowców, das zu Ehren der bei den Streiks 1970 umgekommenen Arbeitern aufgestellt wurde. Damals kam es zu Unruhen, die von den Kommunisten blutig niedergeschlagen wurden. Die drei Säulen sind 42 Meter hoch und ragen damit weit in den Himmel des Platzes der Solidarität, Pl. Solidarność. Im Jahre 1980 wurde dann die Gewerkschaft Solidarność gegründet, die als Auslöser der Demokratiebewegung in Osteuropa galt und der eigentliche Initiator der Wende im kommunistischen Osteuropa war.

Die Katherinenkirche

Die Katharinenkirche, Kościół św. Katarzyny, ist die älteste Kirche der Stadt. Sie befindet schräg gegenüber der großen Mühle. Der Backsteinbau entstand bereits im 13. Jahrhundert. Allerdings wurde die Kirche in den folgenden Jahrhunderten noch vergrößert und mehrfach umgestaltet. In der Kirche befindet sich auch das Grab des Astronomen Johannes Hevelius. Der rund 76 Meter hohe Kirchturm ragt dabei weit über die Altstadt hinaus.

Der berühmte Neptunbrunnen

Der Neptunbrunnen, Fontanna Neptuna, steht seit 1633 direkt vor dem Artushof und ist einer der beliebtesten Touristenattraktionen Danzigs. Er wurde im Auftrag des damaligen Bürgermeisters Schachmann als Bronzeskulptur erbaut. Dieser hatte die Inspiration auf einer Italienreise gewonnen. Abraham van-den Blocke entwarf den Brunnen, die Bildhauer Johann Rogge und Peter Husen fertigten die Neptunfigur an. 1634 erhielt der Brunnen sein eisernes Gitterwerk. Mittlerweile gilt er als Wahrzeichen Danzigs.

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