17 Dinge, die man in Charleroi machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Charleroi

Charleroi ist eine wallonische Metropole, die im ehemaligen Industriegebiet Belgiens liegt. Genauer gesagt liegt diese Großstadt im Pays Noir, einer Region vergleichbar mit dem Ruhrgebiet, wo seit dem 19. Jahrhundert die Stahl- und Kohleindustrie in Belgien beheimatet war. Außerdem spielte auch die Glasindustrie eine wichtige Rolle, welche auch heute noch teilweise erhalten geblieben ist.

In den 1960er Jahre verschwand die alte Industrie und die Stadt fing an, einen bemerkenswerten Wandel durchzumachen, der allerdings in den 1980er Jahren durch Geldmangel gestoppt wurde. Deshalb sind viele der infrastrukturellen Maßnahmen ab diesem Zeitpunkt nur zum Teil weitergeführt worden, so dass Charleroi eine recht bizarre und unfertige Industriestadt ist, die aber gerade dadurch natürlich auch einen bestechenden Charme Inne hat.

Für Menschen, die ein Interesse an urbaner Industriekultur haben, ist Charleroi mit seinen vielen kulturellen Anreize ein tolles Reiseziel. Bemerkenswert sind unter anderem die mächtigen Industriebauten mit ihren ziemlich verfallenen Infrastrukturen. Man kann zwischen den alten Industriehalden unglaublich spannende Stadtviertel entdecken, die ihre ganz eigene Lebenskultur besitzen.

Um den Bahnhof liegt die sogenannte Unterstadt, die sich im Stadtbild eher modern präsentiert. In der Oberstadt liegt das Hauptgeschäftszentrum, wobei man hier auch viele historische Bauwerke bewundern kann. Die Oberstadt hat einige schöne Orte und Straßen zu bieten und ist das Zentrum des regen Nachtlebens in Charleroi.

Charleroi hat heutzutage über 200.000 Einwohner und gehört zur belgischen Provinz Hennegau in Wallonien. Charleroi liegen an den Ufern der Sambre, einem Fluss, der sich durch Frankreich und Belgien schlängelt. Die Entfernung zur belgischen Hauptstadt Brüssel beträgt rund 50 Kilometer.

Da der ehemals vorherrschende Bergbau und die Schwerindustrie bis heute durch keinen anderen Wirtschaftszweig ersetzt werden konnte, gehören die Stadt und die Region zu den ärmsten Gebieten von Belgien. Zu den wirtschaftlichen Hochzeiten der Region kamen vor allem Italiener nach Charleroi, so dass es heute noch einen hohen Anteil an italienischen Einwohnern gibt.

Trotz allem gibt es zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten in Charleroi zu sehen.

Museum der Fotografie in Charleroi - Zentrum für zeitgenössische Kunst

Für Liebhaber der Fotografie ein absolutes Muss! Denn das Museum der Fotografie in Charleroi ist das größte seiner Art in Europa. Den Besuchern werden sowohl Dauer- als auch interessante Wechselausstellungen geboten.

Untergebracht ist dieses tolle und einzigartige Museum im Ort Mont-sur-Marchienne in einem ehemaligen sakralen Gebäude. Es verfügt über eine beeindruckende Sammlung von 80.000 Fotografien.

Besonders schön ist, dass das Museum regelmäßig Wechselausstellungen organisiert, und zwar rund ein Dutzend jährlich. So bekommen die Besucher bei jedem ihrer Besuche stets neue Einblicke in die wunderbare Welt der Fotografie. Für die Besichtigung sollte man ca. 3 Stunden einplanen.

Allerdings ist dieser Ort mehr als nur ein Museum. SO kann man in der Bibliothek mehr als 13.000 Titel und 4.000 Dossiers über Fotografie finden und kostenlos einsehen. In der angeschlossenen Boutique des Museums kann man Publikationen des Museums, exklusive und qualitätsvolle Werke über die Fotografie, Gadgets, Dekorations- und Geschenkideen rund um das Universum des Fotos käuflich erwerben.

Und wer dann von all den Besichtigungen und Rumstöbern in Bibliothek und Museums Shop müde und hungrig geworden ist, der kann dem Café des Museums einen Besuch abstatten. Hier kann man etwas trinken oder sich mit einem leckeren Snack wieder stärken. Zudem ist das hübsche Café ein ruhiger Ort zum Entspannen.

Auch ein geruhsamer Spaziergang im Park des Museums lohnt sich sehr. Hier findet man 85 ha bewaldeten Park, der zum regionalen Naturerbe zählt.

Der Belfried von Charleroi

Der Belfried ist Teil des Rathauses von Charleroi und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Belfried wurde 1936 von dem Architekten Joseph André als eine harmonische Stilmischung aus Klassizismus und Art Déco entworfen und erhebt sich majestätisch über die alte Industriestadt.

Gebaut wurde der 70 Meter hohe, über 250 Treppenstufen zugängliche Belfried aus blauen und weißen Steinen sowie aus Backsteinen, die von einem bronzenen Türmchen gekrönt werden.

Alle Viertelstunde schlagen die Glocken des Glockenspiels einige Takte der volkstümlichen Lieder des aus Charleroi stammenden Dichters Jacques Bertrand. Untergebracht sind die Kammern der 47 Glocken des Glockenspiels in den letzten drei Ebenen.

Das ehemalige Kohlebergwerk Bois du Cazier

Bois du Cazier in Marcinelle war bis zu seiner Stilllegung eines der bedeutendsten, ehemaligen Kohlebergwerke der Wallonie und steht auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Der Ort liegt Bois du Cazier liegt im Süden von Charleroi. Er ist nicht nur ein wichtiger, sondern auch sehr bewegender Ort der Bergbauindustrie, denn es kam dort im Jahr 1956 zu einer sehr schweren einer Bergwerkstragödie. Bei einem Brand kamen damals 262 Minenarbeiter ums Leben, der Großteil von ihnen Italiener. 20% de jährlich ca. 40.000 Besuchersind Ausländer, der Großteil Nachkommen der verstorbenen italienischen Bergarbeiter.

Das Angebot des Museums gliedert sich in drei Bereiche. Zum einen erinnert eine Gedenkstätte des schweren Grubenunglücks vom 8. August 1956. Zum anderen besticht das Museum des Glases mit seinen wertvollen Sammlungen und lädt zu einem Interessanten Rundgang ein (siehe unten). Und schließlich ist das Museum der Industrie vollständig der industriellen Revolution in Belgien gewidmet und bietet interessante Einblicke in diese bewegte Zeit.

Aber auch die grüne Umgebung des Ortes stellt eine schöne und bemerkenswerte architektonische Kombination dar. Umgeben ist das Dorf von drei Haldenhügeln, auf denen schöne Wanderwege angelegt sind. Im ehemaligen Bergwerk von Bois du Cazier sind Werkstätten eingerichtet, die handwerkliche Vorführungen bieten, wie z.B. Schmieden, Gießen, Glasbläserkunst.

Glasmuseum im Bois du Cazier

Eine eigene kleine Würdigung verdient das interessante Glasmuseum im Bois de Cazier. Hier werden dem Besucher 5000 Jahre Kunst, Geschichte und Glasbläsertechnik nähergebracht.

Die Kollektionen des Glasmuseums führt den verzauberten Besucher auf eine spannende Reise durch eine teils nie veröffentlichte Chronologie der Glaskunst. Diese führt von unserer heutigen Zeit zurück zu Ihren weit zurückliegenden Ursprüngen.

Im Atelier des Glasmuseums gibt es regelmäßige Demonstrationen der Glasbläserei mit dem Schweißbrenner, was besonders auch für die kleineren Besucher sehr interessant und lehrreich ist.

Das Töpfereihaus

Wer dann genug von der Schwerindustrie und dem Kohlebergbau hat, der kann sich an dem Töpfereihaus erfreuen. Hier werden alle Themen des Töpferns – in früheren sowie heutigen Zeiten – gekonnt in Szene gesetzt. In einem speziellen Bereich finden temporärer Ausstellungen statt.

Das Töpfereihaus bietet außerdem eine hübsche Cafeteria, in der man sich ausruhen kann und bei Snacks und Getränken wieder zu Kräften kommen kann. Die angeschlossene Boutique bietet schöne Gegenstände zum Kauf und das Durchstöbern macht viel Spaß. Zusätzlich zum normalen Betrieb werden auch ständig Workshops angeboten. Und schließlich besitzt das Töpfereihaus auch ein Dokumentationszentrum.

Es sei noch erwähnt, dass jedes Jahr am 1. Juliwochenende das mittlerweile wohlbekannte "Töpfereifest" stattfindet. Sollten Sie sich zu dieser Zeit Charleroi aufhalten, ist der Besuch dieses Festes unbedingt angeraten.

Landschaftsgarten Domaine de Mariemont

Möchte man nun etwas mehr Natur genießen, so kann man diesen schönen Landschaftspark im englischen Stil besuchen. Angelegt wurde er im 16. Jh. angelegt und erstrahlt nach kürzlicher Restaurierung und Modernisierung in neuer Pracht.

Mariemont wird vor allem durch heimische Gewächse und exotischen Arten zu einem der schönsten Landschaftsgärten im Hennegau gemacht. Angelegt wurde der Park ursprünglich unter Marie von Ungarn, deren Namen das Anwesen bis heute trägt. Das Landgut wurde dann im Laufe des 19. Jh. Von der wohlhabenden Industriellenfamilie Warocqué erworben.

Rasenflächen, Weiher und Belaubungen vermischen sich auf äußerst harmonische Weise mit mehreren Jahrhunderten alten Bäume und exotische Baumarten in dem weitläufigen Park. Besonders schön ist auch die Einstreuung von monumentalen Skulpturen und den romantischen Ruinen des Palastes von Charles de Lorraine.

Die exotischen Arten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts ergänzt, wodurch der Mariemont heute das erste Arboretum im Hennegau ist.

Königliches Museum von Mariemont

Das Königliche Museum liegt im Herzen des oben beschriebenen prachtvollen Parks. Seit 1975 zeigt es in seiner Dauerausstellung die reichhaltigen Sammlungen seines Gründers, Raoul Waroqué.

Das Anwesen Mariemont liegt in Morlanwelz in der Provinz Hennegau, zwischen Mons und Charleroi.

Mariemont ist ein Museum, in dem man Kunstwerke aus China, Japan, Ägypten, Griechenland und des antiken Roms bewundern kann. Außerdem kommt auch die Vergangenheit des Hennegaus nicht zu kurz, denn Kollektionen von der Frühgeschichte über die Gallorömische und die Merowinger Zeit, bis hinein ins 20.Jahrhundert befinden sich ebenfalls in diesem interessanten Museum.

Ein weiteres Highlight des Museums ist sicherlich die weltberühmte, wunderschöne Sammlung von Porzellan aus Tournai.

Zusätzlich zu seiner umfangreichen Dauerausstellung organisiert das Museum auch wechselnde Ausstellungen von bedeutender Qualität. Es bietet ferner Aktivitäten und spezielle Ateliers an, sowie geführte Besichtigungen für Gruppen und private Besucher.

Ragnies, eines der schönsten wallonischen Dörfer

Die wallonischen Dörfer sind weltbekannt für ihre malerische Schönheit – und das gilt natürlich auch für das Dörfchen Ragnies - eine echte Insel des Friedens.

Ragnies liegt einige Kilometer von Thuin entfernt und ist von zwei Wäldern gesäumt: dem Wald von Luiseul im Süden und dem Wald von Agaises im Norden. Es besitzt vier beeindruckende Bauernhöfen. Diese ländlichen Anwesen wurden Mitte des 18. Jahrhunderts aus Naturstein erbaut, die in der Folge teilweise durch Backsteinelemente ergänzt wurden. Diese Kombination verleiht dem Dorf seinen besonderen Charakter. Auf dem idyllischen Dorfplatz spendet eine altehrwürdige mehr als 20 Meter hohe Linde Schatten. Die Kirche Sankt Martin ist denkmalgeschützt und hat ein hübsches Pfarrhaus,

Die Dorfstruktur ist bemerkenswerte einheitlich, da die meisten Wohnhäuser im Einklang mit den Traditionen restauriert wurden. Aus diesem Grund wurde Ragnies im Jahr 2000 mit dem Gütesiegel der „Schönsten wallonischen Dörfer“ ausgezeichnet. Dieser Gütesiegel wird von dem Verein "Les Plus Beaux Villages de Wallonie" 1994 nach französischem Vorbild ins Leben gerufen und zeichnet seitdem die schönsten Dörfer der Wallonie aus.

Das Schloss von Seneffe und sein Museum der Goldschmiedekunst

Für Freunde der Goldschmiedekunst, aber auch für sonstige interessierte Touristen ist das Schloss von Seneffe und sein Museum der Goldschmiedekunst ein wichtiger Anziehungspunkt, denn hier findet man eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art in Belgien.

Die ständige Ausstellung bringt dem Besucher die prunkvolle Welt des 18. Jahrhunderts näher. Mehr als 500 Objekte sind in dieser Goldschmiedekunstsammlung ausgestellt.

Das Château liegt in einem wunderschönen Besitz aus dem 18. Jahrhundert. Es besitzt eine schöne Orangerie, ein neoklassizistisches Theater, eine Volière und zahlreiche Gärten. Insgesamt ist der weitläufige Park 22 Hektar groß.

Das Schloss von Seneffe organisiert zusätzlich zu der einzigartigen Dauerausstellung ebenfalls temporäre Ausstellungen sowie klassische Konzerte, die Sie nicht verpassen sollten.

Eine sehr schöne Kulisse für die wohlverdiente Ruhepause bietet die Brasserie de l ´Orangerie, wo man mit leckerem Essen und Trinken wieder Energie auftanken kann.

Internationales Museum des Karnevals und der Maske

Ein ganz besonders originelles Museum findet man im Herzen der Stadt. Denn dieses Internationale Museum des Karnevals und der Maske ist exklusiv dem Karneval und den Brauchtumstraditionen in Belgien und weltweit gewidmet.

Wer kennt schon das faszinierende Universum der Masken so richtig? Hier kann der staunende Besuch alles Wissenswerte über Karneval und Masken entdecken und sich auf eine spannende Reise durch die Welt der Bräuche zur Winterzeit und des Karnevals machen.

Die exzellente Dauerausstellung behandelt sowohl die rituellen Funktionen der Masken auf allen fünf Kontinenten als auch die Maskenfeste in den ländlichen Regionen. Der große Karneval in den Metropolen Europas, der wallonische Karneval und der berühmte Karneval von Binche sind weitere Themenschwerpunkte.

Zudem gibt es auch besondere Wechselausstellungen, Workshops, Führungen sowie auch Unterhaltungsprogramme für Erwachsene, Familien und Kinder.

Dieses Museum ist wirklich etwas ganz besonderes und sollte unbedingt besucht werden!

Thuin und die Abtei von Aulne

Die Abtei von Aulne liegt ziemlich versteckt in einem schroffen Tal über dem rechten Ufer der Sambre. Das Tal wir zu Recht „Tal des Friedens“ genannt, denn hier findet man herrliche Ruhe und kann die Seele baumeln lassen.

Das fruchtbare Schwemmland bietet den Mönchen Güter jeder Art. Die Sambre stellt ein unerschöpfliches Wasserreservat und gleichzeitig einen idealen Transportweg dar. Auch zur Energiegewinnung dient dieser Fluss und man kann gewaltige hydraulische Energiequelle bestaunen.

Der alte Obstgarten wurde erst kürzlich neu hergerichtet.

Alles in allem Dauert eine Besichtigung der Abtei ca. 1 Stunde.

Der Glockenturm von Thuin

Der Glockenturm von Thuin gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der wundervolle Glockenturm von Thuin ragt am Rande des Place Albert in den Himmel und ist der einzige Überrest einer Kirche, die 1811 zugunsten des Platzes abgerissen wurde.

Der Turm wurde 1693 gemeinsam von der Stadt und dem Kapitel erbaut, weswegen er gleichzeitig als Kapitel- und Gemeindeturm der Stiftskirche Saint-Théobard fungierte. Von Beginn an wurde der Turm als Glockenturm genutzt. Der Glockenturm kann bestiegen werden und bietet in 60 m Höhe in seinen vier Nischen einen herrlichen Blick über die umliegenden Täler.

Radtour im Schatten der Flussschiffe / Radwanderwege in der Wallonie

Wer so richtig was vom schönen Wallonien sehen will und außerdem mal so richtig sportlich sein will, dem sei unbedingt zu einer Radtour geraten. Eine gute Strecke sind die 42 km quer durch das Val de Sambre, die Thudinie, die Region Binche mit ihren karnevalesken Gilles-Figuren, das mittelalterliche Thuin und Aulne mit köstlichen Abteibieren.

Der Hennegau ist ganz ohne jede Frage eine ausgezeichnete Radweg-Region. Auf der Tour durch die Wallonie entdeckt man die Sambre und ihre typischen Flussschiffe aus einer ganz besonders unmittelbaren Perspektive. Der Fluss wurde im Jahr 1829 kanalisiert, weswegen sich noch heute an vielen Stellen Schiffswerften erheben. Übrigens: Auf den in Thuin gebauten Flussschiffen, die auf der Sambre verkehren, sind als spezielles Markenzeichen stets zwei Lilienblüten am Bug angebracht.

Nach einem Kilometer wird die Sambre verlassen, um in einen großen Wald zu gelangen. Hier herrscht natürlich eine völlig andere Stimmung, die den Radler jedoch gleichermaßen in Bann schlägt – eine märchenhafte kühle und gedämpfte Stille. Schließlich geht es dann nochmal zurück in Richtung Sambre, nach Erquelinnes. Hier kann man Schiffe beobachten, die sich durch Flusswindungen schlängeln und dabei zahlreiche Schleusen durchqueren. Diese gleichen mit ihren schweren stählernen Toren den Höhenunterschied aus. Zum Ende der Radtour geht es dann noch an einem ehemaligen Trockendock vorbei, wo die Flussschiffe gewartet und gebaut wurden – auch dies ein wunderbares Zeugnis wallonischer Vergangenheit.

Internationale Tennisturnier Astrid Bowl

Diese Veranstaltung findet normalerweise zwischen Mai bis Juni statt und ist ein tolles Erlebnis für den Sport- und insbesondere Tennis-Fan.

Das Internationale Tennisturnier Astrid Bowl Charleroi von Belgien für Junioren findet seit 40 Jahren jedes Jahr im Mai auf den Tennisplätzen des Centre de Délassement (Erholungszentrums) von Marcinelle statt. Hier sind schon einige junge Talente entdeckt worden, die danach berühmt wurden: Kim Clijsters, Justine Henin-Hardenne, Lleyton Hewitt, Xavier Malisse und viel andere...

Wer sich zu dieser Zeit in Charleroi oder Umgebung aufhält, sollte einen Besuch des Turniers unbedingt mit einplanen.

Verschiedene Folklorewanderungen und Pilgermärsche (Mai bis September)

Eine ganz besondere Aktivität und wirklich sehenswert sind die traditionellen Folkloremärsche der Region. So kann man in der Zeit von Mai bis September 15 faszinierende Folkloremärsche der Region Entre-Sambre-et-Meuse sehen, die als fester Bestandteil der wallonischen Folklore als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet wurden.

Diese mittelalterlichen Prozessionen und Märsche gehorchen ganz eigenen Traditionen und Gesetzen und erstrecken sich in aller Regel über mehrere Tage:

Der Samstag ist hierbei traditionell der Tag der Sammlung.

Am Sonntag, der den feierlichsten Tag darstellt, wecken die typischen Trommeln das gesamte Dorf bereits in den frühen Morgenstunden. Man wohnt der Ehrenmesse des Schutzheiligen, der Übergabe der Medaillen oder anderen folkloristischen Traditionen bei. Bei vielen der Märsche gibt es bei Einbruch der Dunkelheit einen schönen Fackelmarsch.

Diese typischen und volkstümlichen Märsche sind das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung in der Region, wobei gerade das Tragen von Uniformen eine der Besonderheit der Epoche des Ersten und Zweiten Kaiserreichs ist. Einige der Uniformen stammen aus der Zeit Napoleons. Bei anderen handelt es sich eher um traditionelle Kostüme unterschiedlicher Herkunft (belgische, holländische Armee, Zivilgarde, Gendarmerie...).

Der Ste. Rolende Pilgermarsch ist einer der wichtigsten, am bestbesuchten und längsten Folkloremärsche zwischen Sambre und Maas. Die Aktivität beginnt gegen 2 Uhr morgens mit einem zünftigen Trommelwirbel und Pfeifen Klang und dauert bis zum Abend. Der Folklorezug selbst marschiert von 4 Uhr bis 18 Uhr und geht auf diese Weise durch sieben Dörfer und setzt sich aus knapp 2000 Teilnehmern zusammen. Diese tragen Kostüme aus der napoleonischen Zeit tragen und repräsentieren auf diese Weise zahlreiche Militärkompagnien. Der Höhepunkt des Marsches ist dann gegen 18 Uhr, nämlich wenn er endlich die Straßen im Zentrum von Gerpinnes erreicht.

Der gesamte Marsch hat eine Länge von 37 km, wobei er im Zentrum von Gerpinnes beginnt und endet.

Eine Woche später findet normalerweise der Marsch Unserer Lieben Frau statt. Die Schlüsselepisode dieses Marsches besteht aus dem Spiel des "Gärtchens" (Jardinet). Dieses erzählt, wie die von St. Materne geschnitzte Mutter-Gottes-Statue im 13. Jahrhundert auf wunderbare Weise dem Brand der Stiftskirche entkam, indem sie auf die Spitze einer Birke im Ortsteil "Le Jardinet" gelangte. Dort wurde sie später wiedergefunden und durch den Grafen Thierry de Walcourt geborgen.

Kirschenvolksfest

Diese traditionelle Veranstaltung findet jedes Jahr im Monat Juli statt.

Ein Aperitif im Schulhof und ein Te Deum in der Kirche, in Anwesenheit der Zunft "Confrérie du Taste Cerise" leiten diese folkloristische Veranstaltung ein. Danach erfolgt der Abmarsch des Umzugs zur Weinbrennerei um die Kirschtorte zu erobern. Besonders lecker sind die zahlreichen Kostproben alkoholischer Getränke. Des Weiteren gibt es die Thronbesteigung und das traditionelle Bankett zu sehen. Am Montag, um Mitternacht wird die Kirschtorte nach einer Ehrenrunde durch das Dorf schließlich begraben.

Ville2 Centre Commercial – Shopping in Charleroi

Natürlich möchten viele Menschen bei dem Besuch in einer fremden Stadt auch gerne ein bisschen Shoppen gehen. In Charleroi ist das Ville2 Centre Commercial im Norden der Stadt die richtige Adresse hierfür.

Das moderne Einkaufszentrum bietet eine große Auswahl an Geschäften und Produkten. Ob Bekleidung, Elektronik, Restaurants, Supermärkte und ein großes Multiplex Kino (Carollywood) – es ist dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommt und jeder Besucher etwas für sich entdecken kann.

Die Öffnungszeiten des größten Einkaufszentrums der Stadt sind sehr menschlich für seine Mitarbeiter, denn unter der Woche von Montag bis Donnerstag öffnet es seine Türen um 10 Uhr am Vormittag und schließt um 19 Uhr am frühen Abend. Am Freitag ist es bis 20 Uhr geöffnet. Man kann das Shopping Mall bequem mit dem Auto erreichen. Den Besuchern werden ca. 2.000 Parkplätze geboten, von denen einige auf dem Parkdeck oberhalb des Einkaufszentrums zu finden sind.

Die 120 vorhandenen Geschäfte können in unterschiedliche Branchen aufgeteilt werden. So kann man unter anderem Mode und Bekleidung finden, aber natürlich auch Elektronik, wie zum Beispiel Apple Produkte. Viele Geschäfte sind deutschen Besuchern eher weniger bekannt, weshalb das Bummeln gleich noch mehr Freude macht!

Hier ist eine kleine Auswahl der Geschäfte: Allo Rtl, America Today, Appel´s Base, Alice Delice, Alain Collard, Bart Smit, Australian Icecream, Belgacom, Armand Thiery Homme, C&A, Cool Cat, Esprit, Etam Lingerie aber auch Foot Looker, Guess, H&M, Yves Rocher und The Body Shop.

Die berühmten Belgische Pralinen können im Geschäft von Leonidas gekauft werden.

Reisetipps

Andere Reisetipps

20 Reise-Gadgets 20 Reise-Gadgets, die auf Ihrer nächsten Reise sehr nützlich sein können
Hotel 14 (geheime) Tricks für bessere und billigere Hotelaufenthalte
Billiger reisen Billiger reisen – 4 Tipps für die Suche nach Reiserabatten

Aktuelle Angebote und Gutscheincodes: