16 Dinge, die man in Breda machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Breda

Breda ist eine kleine Stadt, die eines der größten Zentren der Nahrungsmittelindustrie ist. Dennoch ist Breda durchaus auch für den Tourismus sehr interessant.

Diese gemütliche und malerische kleine Stadt ist auch die Heimatstadt des großen Malers Diego Velázques.

Breda strahlt alles in allem eine entspannte Gelassenheit aus, die allen Städten in den südlichen Niederlanden anzuhaften scheint. Die Einwohner haben allem Anschein nach so richtig den burgundischen Lebensstil verinnerlicht – und das verwundert im Prinzip auch nicht, denn sie leben ja schließlich in einem zauberhaften Städtchen mit historischen und religiösen Schmuckstücken wie der Kathedrale und dem Stadtschloss.

Dementsprechend gibt es eine ganze Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten zu entdecken!

Schloss von Breda

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit ist ganz sicher das schmucke Schloss von Breda, welches 1536 erbaut wurde. Heutzutage befindet sich hier die Königliche Militärakademie, die die besten Offiziere des Landes ausbildet. Unter den Kadetten gibt es übrigens 25% Frauen.

Die Architektur des Schlosses ist in der besten Tradition des Mittelalters gehalten und es werden spezielle Führungen für interessierte Touristen organisiert. Sehenswert ist allerdings nicht nur das Schloss selbst, sondern auch seine schöne Umgebung. So kann man unter anderem auch die Wachtürme besichtigen, die bemerkenswerterweise zu den Kapellen umgebaut wurden. Eine der beiden ist protestantisch, die andere ist katholisch. Hierdurch soll bei den zukünftigen Offizieren ein tolerantes Verhältnis zur Religion gefördert und ausgebildet werden.

Park Walkenberg

Nicht weit vom Schloss entfernt liegt der malerische Park Walkenberg, der eine große Zahl an wunderbaren Springbrunnen und geschmackvollen Skulpturen vorzuweisen hat. Wenn man dann von dem Spazieren im Park ein bisschen müde geworden ist, dann macht das gar nichts, denn es gibt ein sehr schönes und gutes Café, in das man einkehren kann um sich bei Kaffee und Kuchen oder einem anderen Snack von den Strapazen erholen und zudem die Eindrücke über Schloss und Park mit den Mitreisenden teilen kann.

Bierreclame Museum

Ein außergewöhnliches Museum ist das Bierreclame Museum in Breda. Hier gibt es seit 1990 eine ziemlich große Sammlung an Werbeschildern, um genau zu sein sind es sage du schreibe 1000 Stück, Postern und anderen Gegenständen, die mit Bier zu tun haben und aus der Zeit zwischen 1900-1960 stammen, zu sehen. So kann man unter anderem einzigartige Plakate, Tresen, Brauereimaschinen, Schubkarren und einen alten Bierlieferwagen (Marke Framo) bewundern. Alte Gläser, Bierdeckel, Etiketten, (Neon-) Lampen und Aschenbecher vervollständigen die Sammlung.

Mas urige Museum ist jeden Sonntag von 11 bis 23 Uhr geöffnet und es muss kein Eintritt gezahlt werden. Größere Gruppen (20 bis 100 Personen) können mit einem Termin auch an anderen tagen empfangen werden.

Zusätzlich ist ein antiker Tresen so dekoriert und ausgestattet, wie es früher mal im Wirtshaus üblich war: Eine schöne Bierpumpe (Jugendstil/Art Nouveau) mit Zapfhähne, Werbungsstatue, alte Trocken-und Abtropfbecken, usw.

Natürlich kann man dann, wenn einem das Wasser im Mund zusammengelaufen ist und man so richtig Lust auf das bernsteinfarbene Gebräu hat, im alten Wirtshaus ein Bierchen (oder etwas anderes) trinken. Es stehen ständig 40 verschiedene Sorten Bier zum Verkosten. Das Spektrum reicht dabei von bekannte zu nahezu unbekannte Brauereien aus verschiedenen Länder.

Im Sommer ist auch der nostalgische Biergarten ein schönes Erlebnis.

Generaal Maczek Museum

Dieses Museum ist den tapferen Männern und Frauen der 1. Polnischen Panzerdivision gewidmet, die unter dem Kommando von General Stanislaw Maczek Teile des Landes von der deutschen Besatzung und Unterdrückung in den Jahren 1944 und 1945 befreiten. Die polnischen Soldaten brachten in Belgien Freiheit und Nahrung und gaben die Möglichkeit, mit dem Wiederaufbau Belgiens zu beginnen. Interessant und tragisch ist, dass die Befreier Belgiens in ihrem eigenen Land für fünfzig Jahre unterdrückt blieben.

Die ständige Sammlung des Museums zeigt Uniformen, Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Dokumente, Zeichnungen, Gemälde, Bücher und Bilder zum 2. Weltkrieg, mit Schwerpunkt auf der ersten polnischen Panzerdivision und deren Befreiung vom Süden der Niederlande.

Zurzeit ist das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen, sollte jedoch bald wieder seine Türen für die Besucher öffnen.

Grote Kerk oder auch Liebfrauenkirche (Onze Lieve Vrouwe Kerk)

Mitten im Zentrum der Stadt befindet sich das wichtigste religiöse Wahrzeichen von Breda - die wunderschöne Grote Kerk oder auch Onze Lieve Vrouwe Kerk (Liebfrauenkirche)

Der Bau der gotischen Liebfrauenkirche (Onze Lieve Vrouwe Kerk) geht auf das Jahr 1410 zurück. In der angeschlossenen Prinzenkapelle wurden die Vorfahren des niederländischen Königshauses bestattet. Sie ist ein wichtiges Beispiel der brabantischen Gotik.

1410 der Bau der heutigen Kirche begonnen. 1468 war das Querhaus fertiggestellt und von 1468 bis 1509 der heutige Turm errichtet. Die Seitenkapellen des Kirchenschiffs wurden 1526 gebaut und von 1526 bis 1536 wurde die Konstruktion des Chorumgangs ausgeführt. Die gesamten Bauarbeiten wurden schließlich 1547 abgeschlossen.

Heute ist leider so gut wie nichts mehr von der ursprünglichen Ausstattung vorhanden.

Protestanten und Katholiken wechselten sich im Laufe der Geschichte mehrfach in der Nutzung der Kirche ab, wobei die Kirche 1637 im Zuge der Reformation endgültig an die Protestanten überging.

Im Jahre 1694, nach dem Brand des Turmhelms, erhielt der Turm 1702 eine barocke Bekrönung und ist heute 97 Meter hoch.

Seit 1843 wurde die Kirche gründlich restauriert, wobei die letzte große Renovierung von 1993 bis 1998 durchgeführt wurde.

Obwohl die Kirche heute zur Protestantischen Kirche in den Niederlanden gehört, wird sie nur noch sehr selten für gottesdienstliche Zwecke genutzt. Sie dient vielmehr anderen Bestimmungen, und ist unter anderem auch ein Restaurant.

Die ursprüngliche Orgel wurde 1534 erbaut, allerdings unterlief das Instrument im Laufe der Jahre mehrfach Veränderungen und Umbauten. Der heutige Zustand (vier Manuale und Pedal) geht auf eine umfangreiche Restaurierung durch die Orgelbaufirma Flentrop (Zaandam) im Jahre 1938 zurück.

Besonders sehenswert ist die Prinzenkapelle, in der die Vorfahren des niederländischen Königshauses (aus dem Haus Nassau-Breda) bestattet sind. Das einzige Grab, das in diesem Zusammenhang fehlt, ist das von Prinz Wilhelm, der in Delft begraben werden musste, da Breda zum Zeitpunkt seines Todes von den spanischen Eroberern belagert wurde.

St. Antonius Kathedrale

Ein weiteres wichtiges religiöses Bauwerk ist die St. Antonius-Kathedrale - eine römisch-katholische Kirche in Breda. Sie wurde 1837 im klassizistischen Stil erbaut. Sie war zunächst von 1853 bis 1876 die Kathedrale des Bistums Breda und ist es seit 2001 wieder.

St. Antonius ist eine sogenannte Waterstaatskirche und wurde 1837 zunächst als normale katholische Pfarrkirche im Zentrum von Breda erbaut. Als dann 1853 der katholischen Hierarchie in den Niederlanden wiederhergestellt und das Bistum Breda gegründet wurde, wurde St. Antonius als dessen Bischofskirche erklärt. Dieser Titel ging dann 1876 an die neu erbaute St. Barbara Kirche über, die allerdings im Jahre 1970 abgerissen wurde. Allerdings war schon zuvor die St. Michaels Kirche im Brabant Park als Kathedrale auserkoren worden, wobei jedoch auch sie später aufgegeben und 2007 schließlich abgerissen wurde. Und so steht nach langen Irrungen und Wirrungen seit 2001 die Kathedra des Bischofs von Breda wieder in St. Antonius.

St Antonius wurde von dem Architekten Piet Huysers als Stil rein klassizistische dreischiffige Hallenkirche konzipiert. Das Mittelschiff trägt ein Tonnengewölbe, die beiden Seitenschiffe sind flach gedeckt. Sie werden durch 12 korinthischer Säulen – insgesamt zwölf – vom Mittelschiff getrennt. Die zweigeschossige Portalfassade ist mit Säulen, Pilastern, ornamentiertem Architrav und Dreiecksgiebel dem Vorbild antiker Tempel nachempfunden. Über dem Ganzen ragt der Glockenturm mit achteckiger Laterne.

Die Ausstattung war ursprünglich ziemlich sparsam und karg, wurde jedoch im Laufe der Zeit durch einige wertvolle Zusätze verschönert. Hierbei sticht besonders die reich verzierte Kanzel hervor, die mit holzgeschnitzten Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons Antonius von Padua besticht, ebenso wie der gold-silberne Tabernakel Altar im Chorschluss.

Die Orgel wurde ursprünglich von dem Orgelbauer Loret gebaut, und 1910 von dem Orgelbauer Maarschalkerweerd erweitert und etwas umgestaltet. So fügt er zum Beispiel pneumatische Trakturen hinzu. Das Instrument hat heute 18 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Marktplatz von Breda

Den Marktplatz findet man da, wo er normalerweise auch hingehört – im Herzen der Altstadt von Breda. Er besticht durch die schönen alten Gebäude, die ihn umsäumen. Durch die malerische und historische Atmosphäre wird der Marktplatz schon seit mehreren Jahren als Veranstaltungsort für Feste und Messen verschiedener Art genutzt.

Kein Wunder, dass Touristen aus aller Herren Länder hier gerne Fotos zur Erinnerung an diesen märchenhaften Platz machen.

Hafen von Breda

Ein weiterer attraktiver Ort zum Rumbummeln und die Stimmung auf sich einwirken lassen ist der Hafen. Von hier aus können Touristen faszinierende Bootsausflüge entlang der Breda Kanäle starten – das Angebot an Bootsvermietungen und Touren ist groß.

Außerdem gibt es in unmittelbarer Hafennähe sehr viele schöne und gute Restaurants und Cafés, die die Besucher mit ihren Köstlichkeiten und ihrer schönen Lage verlocken. Viele Besucher kommen übrigens auch und gerade wegen der unglaublich malerischen Brücken hier her.

Schloss Bouvigne

Das Landgut Bouvigne besteht aus einem märchenhaften Schloss, umgeben von drei ganz besonderen Gärten und einem Obstgarten und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Laufe seiner Geschichte hat das Schloss mehrfach seinen Besitzer gewechselt und diente als Wohnsitz von mehreren Rittmeistern der Prinzen von Oranje. Seit 1930 gehört das Schloss dem Staat.

Neben dem Schloss und den Gärten befinden sich außerdem eine Kapelle, ein Kutschhaus und der Hof von Bouvigne auf dem Landgut.

Der Hof von Bouvigne fungiert heute als Hauptsitz von Waterschap Brabantse Delta (Deichämter des Brabanter Deltas) das seit 1972 Eigentümer des Landguts ist.

Die herrlichen Gärten des Landguts wurden um 1913 sowie in den 30er Jahren 20. Jahrhunderts angelegt und sind durch die jeweilige Mode dieser Zeit inspiriert. Deshalb kann man auf dem Landgut Gärten im französischen, englischen und deutschen Stil genießen. Ein ganz besonderes Detail dieser wundervollen Gärten sind die zahlreichen Fuchsia-Arten und die Skulpturensammlung. Der berühmte Obstgarten befindet sich an der Südseite des Landguts.

Landgut Bouvigne ist von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr gratis zugänglich. Das Mitnehmen von Hunden ist auf dem Landgut nicht gestattet.

Das Schloss selbst und die dazugehörigen Nebengebäude können leider nicht besichtigt werden. Dennoch kann man das Märchenschloss von außen bewundern und sich von dem Anblick und den schönen Gärten verzaubern lassen. Ein toller Ausflug, der allen Spaß macht!

Kapelle von St. Just

Eine weitere sehenswerte religiöse Stätte ist die Kapelle von St. Just. Sie ist die älteste Kapelle in der Stadt und eine der ältesten in der Region überhaupt, denn sie wurde bereits 1436 erbaut. Die Einwohner von Breda gaben dieser Miniaturkapelle ihren Namen zu Ehren von St. Just, der als Verteidiger vor Krankheiten gilt.

Die Geschichte dieses religiösen Denkmals ist bewegt, so wurde die Kapelle im Jahr 1637 sogar in ein Lagerhaus umgewandelt und beherbergte später sowohl Militärställe als auch ein Gefängnis. Im 19. Jahrhundert wurde aus der Kapelle ein Mehrfamilienhaus und erst 1947 wurde sie schließlich wieder eingeweiht.

Beginenhof

In der historischen Altstadt von Breda trifft man auf den ältesten Beginenhof der Niederlande. Dieser kann auf eine fast 750-jährige Geschichte zurückblicken.

Ein Beginenhof (niederländisch: begijnhof, französisch: béguinage) ist die typische Wohnanlage der Beginen, die vor allem im belgischen Flandern und in den Niederlanden gefunden werden kann. Er besteht in der Regel aus einem architektonischen Ensemble, das um einen Innenhof gruppiert ist. Dieses besteht aus kleinen Wohnhäusern der Beginen, einer Kapelle, Nebengebäuden und oft einem größeren Haus für die Beginenmeisterin. Der Innenhof ist oft als idyllischer Nutz- und Ziergarten oder Grünanlage angelegt. Diese Art von Anlage ist stets durch Mauern oder Wassergräben deutlich von dem Rest der Stadt abgegrenzt. Oft findet man in den Giebeln der kleinen Häuschen religiöse Sprüche, Heiligen- oder Marienbilder oder die Namen der Schutzheiligen der Bewohnerinnen.

In heutigen Zeiten, wo es keine Beginen mehr gibt, werden diese originellen Wohnhöfe gern von älteren Leuten, Künstlern und Studenten als Wohnraum genutzt.

Die meisten Beginenhöfe kann man in Belgien finden – hier sind von 80 Anlagen noch rund 30 erhalten. In den Niederlanden gibt es nur noch zwei Anlagen, und zwar in Amsterdam und Breda. In Deutschland ist lediglich ein Beginenhof in Essen bekannt.

Die letzte Begine verstarb übrigens am 14. April 2013. Die Belgierin Marcella Pattyn im westbelgischen Kortrijk war die letzte Begine und mit ihrem Tod endete eine 800 Jahre alte Tradition frommer Frauen, die in ganz Europa zwischen Ordensleben und Laientum gelebt und gewirkt haben.

Stadtmauer von Breda

Eine Stadtmauer ist stets ein imposantes Bauwerk, das man sich ansehen sollte, wo es denn noch erhalten ist. Diese historischen Befestigungsanlagen einer Stadt sollen dies vor Angreifern schützen und bestanden normalerweise aus Stein oder Lehm. Eine Stadtmauer konnte man nur durch die Stadttore passieren. Das Errichten einer solchen Wehrmauer war im Mittelalter ein Privileg, das durch das Befestigungsrecht verliehen wurde.

Im Prinzip sind Stadtmauern die Weiterentwicklung der primitiveren Holzpalisaden und Wallanlagen, die zum Schutz früher Siedlungen errichtet wurden.

Die Stadtmauer von Breda wurde im 14. Jahrhundert errichtet, genauer gesagt um 1333. Man kann die Kern-Stadt durch drei Tore betreten, die End-Port an der Kreuzung Eindstraat-Karnemelkstraat, das Krankenhaus-Tor an der Kreuzung von der Veemarktstraat und Vlasmarkt und dem Toll Bridge Gate in der Nähe der Hafen am Ende des Tolbrugstraat. Reste der Fundamente der Stadtmauerkönnen in dem Park Valkenberg besichtigt werden.

Stedelijk Museum Breda – ehemals MOTI (Museum of the Image)

Das komplett renovierte Stedelijk Museum Breda ist seit 2017 geöffnet. Hier kann man nun wirklich alles Wissenswerte über die Geschichte der Stadt Breda erfahren – und vieles mehr. Beim Gang durch das moderne Museum unternimmt man eine echte Zeitreise mitten in die Vergangenheit Bredas – und zwar vom Achtzigjährigen Krieg bis heute.

Die ständige Sammlung des Stedelijk Museum Breda erzählt dem Besucher auf didaktische und unterhaltsame Weise die Geschichte der Stadt. So gibt es unter anderem natürlich mehrere historische Gemälde mit verschiedenen Stadtansichten, die die Entwicklung Bredas von einer kleinen Festungsstadt mit 2700 Einwohnern zu einer Stadt, die Menschen und Betriebe mit einander verbindet, illustrieren. Das Museum beherbergt übrigens auch die älteste Stadtansicht von Breda überhaupt.

Außerdem trifft man im Stedelijk Museum Breda auf alle wichtigen Gesichter der Stadt. So lernt man z.B. Engelbert I. von Nassau und seine Gattin Johanna von Polanen, Ahnen von Wilhelm I. von Oranien und Herr und Herrin von Breda kennen. Und natürlich findet man hier auch Werke bekannter Künstler aus der Stadt, darunter Reinhardt Willem Kleijn und Dio Rovers.

Das Stedelijk Museum Breda ist aus einer Kooperation zwischen Bredas Museum und dem MOTI, Museum of the Image ins Leben gerufen worden. Das Museum befindet sich im ehemaligen Oudemannenhuis (Altmännerhaus), einem der ältesten Gebäude Bredas. Bis 1954 lebten hier ältere Männer.

Schloss Slot Loevestein

Schloss Loevestein oder Burg Loevestein ist ein befestigtes Wasserschloss in der Gemeinde Zaltbommel, ganz in der Nähe von Breda.

Die erste Burg wurde bereits am Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut und bestand zunächst nur aus einem Wachturm. An dieser strategischen Stelle, wo Waal und Maas zusammenfließen, war die Burg als Grenz- und Zollstation der Grafschaft Holland und Gelder gedacht, um hier Schiffszoll zu erheben.

In den sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts wurde der noch heute erhaltene Kern der Burg von Ritter Dirk Loef van Horne, einem Lehnsmann von Albrecht I. von Bayern zugleich Graf von Holland erbaut. Im Achtzigjährigen Krieg, dem Aufstand der Niederländer gegen die spanische Herrschaft, eroberte Wilhelm I. von Oranien die Burg 1572.

Die mittelalterlichen Gebäude der Burg wurden zu einem Gefängnis umgebaut, in dem unter anderem Hugo Grotius gefangen gehalten wurde, der von den Oraniern zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Es gelang ihm allerdings 1621 von dort zu fliehen.

Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zu einer fünfeckigen Festung ausgebaut und verfiel dann allmählich im 18. Jahrhundert.

Schließlich wurde das Schloss nach dem Ersten Weltkrieg restauriert. Seit 1925 befindet sich in dem Gebäude ein Nationalmuseum.

National Park De Biesbosch

Wer nach all den historischen Sehenswürdigkeiten jetzt ein bisschen Lust auf Natur hat, der sollte sich einen Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark De Biesbosch (auch Biesbos) nicht entgehen lassen. Der Biesbos ist ein Naturschutzgebiet, das ca. 18km von Breda entfernt liegt. Es liegt zu 97 Prozent in der Provinz Nordbrabant und zu 3 Prozent in Südholland. Seine südliche Grenze wird durch die Amer gebildet.

Im Mittelalter war dieses Fruchtbare Weidegebiet als Teil des „Land van Heusden en Altena“ bekannt. Leider wurden die Deiche, die sowohl das Land als auch ihre Bewohner vor dem Wasser aus den Flüssen und dem Meer schützen sollten, zu jenen Zeiten nur sehr schlecht gewartet und kontrolliert. So kam es dann am 19. November 1421 zu einer schweren Flutkatastrophe.

Durch diese Katastrophe entstanden das breite Hollands Diep und auch das undurchdringliche Sumpfgebiet „de Biesbosch“ (= Binsenwald). Da die Entfernung zur Nordsee so gering war, dass durch die Gezeiten das Meerwasser bei Flut bis in de Biesbosch fließen konnte, entstand hier ein an Brackwasser angepasstes Pflanzen- und Tierleben.

Im 16. und 17. Jahrhundert wurde dann der östliche Teil dieses Gebiets durch erneute Eindeichung dem Wasser abgekämpft.

Der Biesbosch bot im Zweiten Weltkrieg, vor allem im Winter 1944/1945, für Widerstandskämpfer Zuflucht. So wurde das nur sehr schwer zugängliche und äußerst schlecht zu kontrollierende Gebiet zum Schmuggeln von Waffen und zum Anlegen von Vorräten für Widerstandskämpfer genutzt.

In jüngerer Zeit konnte nach der Fertigstellung des Absperrdamms im Haringvliet westlich des Hollands Diep im Jahre 1970 konnte kein Salzwasser mehr aus der Nordsee in den Biesbosch fließen, weshalb sich der Charakter des Naturschutzgebietes allmählich geändert hat

Im Jahr 1994 wurde der Biesbosch zum Nationalpark erklärt.

Freizeitpark Efteling

Der 25km von Breda entfernt liegende Freizeitpark Efteling ist der berühmteste Themenpark Hollands und gehört unumstritten zu den besten Freizeitparks in ganz Europa. Jedes Jahr lockt er Millionen Besucher aus dem In- und Ausland an.

Das Gelände des Parks umfasst 72 Hektar und beherbergt 36 Attraktionen, u.a. Wasser- und Achterbahnen, Dark Rides und Karussells.

Das Kernstück ist der berühmte Märchenwald, wo jung und alt gleichermaßen begeistert in die Welt von Rotkäppchen, Dornröschen und Frau Holle eintauchen kann.

In Efteling gibt es nicht nur Geschichten erzählende Bäume, sondern auch sprechende Abfalleimer – eine echte Märchenwelt.

Seit 1952 existiert der beliebte Freizeitpark Efteling, der sich im Laufe der Jahre zu einem sehr modernen Themenpark mit den neuesten Fahrgeschäften, Attraktionen, einem Hotel und einem Ferienpark entwickelt hat. Es gibt sogar eine Show mit Stunts, Reiteinlagen und dressierten Raben und Raubvögeln.

Seit 2010 ist Efteling über das ganze Jahr an allen Tagen geöffnet. Wer in Holland mit Kindern Urlaub macht, der kommt an einem Besuch in diesem bemerkenswerten Park praktisch nicht drum herum. Allerdings kommen in dem Park auch die Großen ganz sicher auf ihre Kosten!

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