18 Dinge, die man in Almere machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Almere

Almere ist eine sehr moderne, niederländische Stadt, unweit von Amsterdam. Die Stadt unterteilt sich in vier Stadtteile:

  • Almere Stad
  • Almere Haven wurden noch in den 90er Jahren gebaut
  • der Bezirk Almere Buiten Süd wurde nach 10 Jahre gebaut
  • Almere Buiten Nord wird noch gebaut.

Das ganz Besondere an Almere ist, dass diese Stadt sich nicht natürlich über einen längeren historischen Zeitraum hinweg entwickelt hat, sondern völlig geplant wurde. Denn sie liegt in Flevoland, dass die Niederländer dem Meer abgewonnen haben.

Erst seit dem Jahr 1977 kann man dort überhaupt wohnen. Deshalb gibt es natürlich keine klassische Altstadt, denn die ganze Stadt ist in den 80er und 90er Jahren entstanden. Almere ist sehr modern, wird jedoch auch von Kritikern als ein bisschen seelenlos beschrieben. Für den Touristen ist der Besuch jedoch eine interessante Angelegenheit.

Bemerkenswert ist z.B., dass man von vorneherein richtig und fahrradfreundlich geplant hat. So gibt es Spuren, und manchmal exklusive Straßen für Autos, Busse und Fahrräder.

Historische Sehenswürdigkeiten gibt es logischerweise nicht in Almere. Allerdings kann man welche in der Nähe besuchen. Zudem gibt es natürlich andere Aktivitäten, die man in und um Almere machen kann.

Muse de Pavilons

Das Muse de Pavilons ist eines der wichtigsten und meistbesuchten Kulturzentren der Stadt. Man kann hier eine umfangreiche und interessante Sammlung moderner Kunst bewundern. Zusätzlich zu der Dauerausstellung werden regelmäßig spezielle Ausstellungen von berühmten europäischen Künstlern und Fotografen organisiert. Außerdem dient das Museum auch für andere künstlerische und intellektuelle Veranstaltungen wie Vorträge, Konzerte, etc.

Nationalpark Oostvaardersplassen

Der Fall dieses wunderschönen Naturschutzgebietes ist besonders interessant, denn er geht im Prinzip auf eine Fehlplanung zurück. Ursprünglich sollte hier in Oostvaardersplassen – das nördlich von Almere liegt – nämlich ein Industriegebiet entstehen – Öl- und Schwerindustrie, um genau zu sein. Allerdings führte dann die Ölkrise der frühen 70er-Jahre zum Scheitern dieses Planes. Zum Glück, denn die Natur hat sich dort ein schönes Fleckchen zurückerobern können.

Es gibt viele schöne Wanderwege, die zum Beobachten vieler verschiedener und zum Teil seltener Pflanzen und seltener Arten von Tieren und Vögeln einladen. Der Oostvaardersplassen ist übrigens auch einer der wenigen Parks in Europa, wo man Wildpferde in Freiheit beobachten kann. Für Touristen mit Ferngläsern und langen Teleobjektiven ist also Oostvaardersplassen unumstritten ein Paradies.

Oostvaardersplassen ist heute somit eine 5400 Hektar große flache Wildnis, in der der Mensch weitestgehend außen vorgehalten wird. Streifzüge ins Innere sind nur Hans-Erik Kuypers und seinem kleinen Team gestattet. Für Fotografen wurden spezielle Beobachtungsposten errichtet, ansonsten bleibt die Natur praktisch sich selbst überlassen. Die einzige Ausnahme ist, wenn ein Tier verletzt oder zu krank ist. Dann wird entweder geholfen oder das Tier von seinen Leiden erlöst.

Besuch der Insel Urk

Die Insel Urk ist eine von zwei Inseln, die vom Deich dieses Polders umfasst werden. Durch die Landgewinnung und die Urbarmachung des Meeresgrundes wurden diese beide Inseln Teil einer festen Landmasse. Urk liegt am südwestlichen Eck des Nordoostpolders und ist ein unglaublich malerisches Fischerdörfchen, dass ein tolles Ausflugsziel darstellt.

Beim Spazieren durch die schmucken Gässchen von Urk wird der Besucher in frühere Zeiten zurückversetzt – Kopfsteinpflaster und winzige Häuser. An jeder Ecke gibt es natürlich frischen Fisch, der entweder aus dem Ijsselmeer oder von weiter weg aus der Nordsee gefischt wurde. Interessant ist auch die Deichkonstruktion, denn der Afsluitdijk hat Schleusen für die Schifffahrt. Wenn große Schiffe passieren müssen, schwenkt die Autobahn zur Seite - der Straßenverkehr steht dann eine ganze Weile still und gibt der Schifffahrt Vorfahrt!

Besuch der Insel Schokland

Schokland ist im Gegensatz zu Urk mittlerweile unbewohnt. So existieren nur noch eine Kirche und zwei Häuser, dazu ein kleines Museum. Schokland liegt heutzutage, obwohl es eine ehemalige Insel ist, auch weiter weg vom Wasser. Schokland hat jedoch seit 1995 den Titel Weltkulturerbe. Hiermit zeichnete die UNESCO den rund 10.000 Jahre andauernden Kampf gegen das Wasser aus, einen Kampf, den die Insel und die Menschen am Ende auch ohne Einpolderung sicher verloren hätten.

Schokland war zu früheren Zeiten als Insel wesentlich größer, als es der heutige befestigte Wanderweg entlang der letzten Umrisse vermuten lässt. Die Insel lag praktischerweise quer zur vorherrschenden Windrichtung in der Zuidersee und schützte auf diese Weise das Festland effizient als eine Art Wellenbrecher.

Allerdings verlor dadurch Schokland selbst regelmäßig Land an die zahlreichen Sturmfluten. Es fehlte damals an Technik und auch an politischem Willen, weswegen die Insel immer kleiner wurde. Auch viel es den Bewohnern immer schwere, sich selbst versorgen zu können, so dass dann die Regierung im Jahr 1859 beschloss, Schokland aufzugeben. Die damaligen Bewohner wurden aufs Festland geholt, nur das Personal des Leuchtturms blieb auf der verlorenen Insel allein zurück.

Besuch des Tulpen Anbaugebietes

Obwohl die Nordoostpolder ein eher melodramatisches Ambiente hat, was von viele ja durchaus geschätzt wird, findet man auch fröhlichere Besuchsziele. So kann man z.B. hier das größte Tulpen-Anbaugebiete des Landes finden. Allerdings blühen diese wunderschönen Tulpenfelder lediglich von Mitte April bis Mitte Mai. Zudem bedecken die Tulpen auch in dieser Blütezeit keinesfalls durchgehende Felder, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat. Dies kommt daher, dass Tulpen nur alle sechs Jahre auf demselben Feld angebaut werden, damit der Boden nicht auslaugt. Deshalb sieht man zwischen den Tulpen immer auch viele Felder, die mit Getreide, Gras oder Kartoffeln bestellt sind.

Interessant ist auch, dass die Tulpen hier nicht wegen der Blumen gezüchtet werden, sondern um Tulpen Zwiebeln zu verkaufen. Daher werden die Blumen nach kurzer Blüte ganz unromantisch maschinell geköpft, damit alle Kraft in der Zwiebel bleibt.

Stadtpark und Zoologischer Komplex Kemphaan Almere Junglie

Zurück in der Stadt Almere ist der Stadtpark Kemphaan eine schöne Attraktion, vor allem für Familien mit Kindern. Denn hier haben Einheimische einen Zufluchtsort für die heimatlosen Tiere der Stadt gegründet, weshalb er heute eher wie ein kleiner Zoo aussieht.

Der Park verfügt über spezielle Käfigen für Affen, exotische Vögel, Ziegen und sogar Meerschweinchen. In diesem groß angelegten Zentrum gibt es auch einen ziemlich großen künstlichen Teich, in dem Schildkröten und Fische ein schönes Zuhause gefunden haben. Begeisterte Besucher dürfen die meisten der Parkbewohner füttern und sogar im Arm oder auf dem Schoss halten – und das ist natürlich besonders toll für die Kinder.

Vor kurzem wurde im Park selbst auch noch ein Kindermuseum eröffnet, das kleine Besucher zusätzlich unterhält und bei Laune hält. Ein Ausflug in den Stadtpark ist daher eine gute Aktivität für Familien mit Kindern

Bootsfahrt um Flevoland als Konzept zu begreifen

Wie bereits weiter oben erklärt, haben die Niederländer durch die geschickte Eindeichung eine komplette Provinz geschaffen. Das ist schon eine ganz schön stattliche Leistung. Wer nach Flevoland fährt, macht tatsächlich Urlaub unter dem Meeresspiegel und erlebt wilde Natur, moderne Städte und verlandete Inseln – alles auf kleinstem Gebiet.

Deshalb bietet sich unbedingt an, eine Bootsfahrt zu machen, denn nur so kann man Flevoland wirklich verstehen und die Leistung würdigen. In diesem Zusammenhang, sollte man natürlich unbedingt durch eine Schleuse fahren – ein echtes Erlebnis! Denn was sich sonst so unbedacht und einfach daher sagen lässt – dass man sich in dieser zwölften und jüngsten Provinz der Niederlande 5 Meter unterhalb des umgebenden Meeresspiegels befinden - das wird erst in der Schleuse wirklich erfassbar und deutlich.

Man kann den Unterschied im Pegel natürlich auch vom Deich aus sehen, aber die engen Wände der Schleuse sorgen für eine echte und unschlagbare Dramatik. Man muss den Kopf schon ganz schön weit nach hinten legen, um das gesamte Schleusentor zu erfassen, dann muss man sich nur noch vorstellen, welche riesigen Wassermassen von den Toren zurückgehalten werde, und schon wird klar, dass das hier etwas ganz Besonderes ist!

Schloss Muiderslot

Schloss Muiderslot ist ein pittoreskes mittelalterliches Schloss, das ca. 6,4 km vom Zentrum von Almere entfernt liegt. Es hat eine lange, reiche und interessante Geschichte und ist mittlerweile ein nationales Museum. Die liebevoll restaurierten und sehr beeindruckenden Räume können von den Besuchern bewundert werden. Zudem gibt es sehr interessante Waffen- und Rüstungssammlung. Der Besuch von Muiderslot ist im gewissen Sinne Zeitreise, besonders auch, wenn man sich für Rüstungen, Waffen und Gegenstände aus dem 13. Jahrhundert interessiert.

Außerdem befindet sich im Schloss eine wundervolle Sammlung von Gemälden aus dem Goldenen Zeitalter Hollands.

Schloss Muiderslot ist eines der bekanntesten mittelalterlichen Schlösser Hollands. Es wurde von Graf Floris V. als Festung an der Mündung der Vechte um ca. 1280 errichtet. Allerdings wurde diese erste Festung dann kurz drauf, genauer gesagt im Jahr 1296, vom Bischof Willem van Mechelen bei einem Angriff verwüstet. Auf den Ruinen dieser Festung wurde dann 1370 das neue Schloss gebaut. Dieses zweite Schloss befindet sich auch heute noch – nach über 600 Jahren - in hervorragendem Zustand und zieht jährlich eine große Zahl an interessierten Besuchern an. Und wer möchte sich nicht mal gerne einen Tag lang als Ritter bzw. Burgfrau fühlen?

Die Vergangenheit von Schloss Muiderslot war allerdings ziemlich bewegt und das Schloss wurde unter anderem als Gerichtsgebäude, als Gefängnis und als offizielle Residenz von Schlossvögten benutzt. Einer der berühmtesten Schlossvögte war der Autor und Dichter P. C. Hooft, der in der Zeit von 1609 bis 1674 auf dem Schloss lebte. Er machte das Schloss während dieser Zeit zu einem wichtigen Zentrum der Wissenschaft und der Kunst sowie zum Treffpunkt für eine Gruppe prominenter Bürger, des so genannten „Muiderkring“.

Das prachtvolle Schloss ist von einem herrlicher Schlossgraben umgeben und bietet einen sehr schönen Anblick von Außen. Im Schloss selbst können neben wertvollen Kunstobjekten auch interessante Alltagsgegenstände aus der Zeit von Hooft besichtigt werden, die einen Einblick in das Leben im 17. Jahrhundert verschaffen.

Das Schloss ist fast das ganze Jahres für Besucher geöffnet. Außerdem lädt die unmittelbare Umgebung des Schlosses mit seinem imposanten Schlossgraben und dem schön angelegten Kräutergarten den Besucher zu einem angenehmen Spaziergang ein.

Schloss Drakensteyn Castle

Schloss Drakensteyn liegt 21.4 km vom Zentrum Almeres entfernt und ist Privateigentum von Prinzessin Beatrix. Sie erwarb das Schloss, dessen Geschichte bis 1360 zurückreicht, im Jahr 1959 und ließ es von Grund auf renovieren. Bis zu ihrem Umzug in den Palast Huis ten Bosch in Den Haag im Jahr 1981 lebte sie ab 1963 dort mit ihrem Ehemann, Prinz Claus, und ihren drei Söhnen. Schloss Drakensteyn liegt in einem Waldgebiet nahe dem Ort Lage Vuursche in der Gemeinde Baarn. Es ist umgeben von 20 Hektar Wald und herrlich ruhig in der Provinz Utrecht gelegen. Da dieser Landsitz ist ein relativ kleines Schloss ist, ist die Stimmung eher gemütlich und beschaulich. Der Bau als prominentes Achteck konzipiert - ein klassischer holländischer Stil.

Prinzessin Beatrix kehrte im Jahr 2013 auf das Schloss zurück und machte es zu ihrem permanenten Wohnsitz, nachdem ihr Sohn, König Willem-Alexander, seiner Mutter auf den Thron folgte. Aus diesem Grund kann dieses Schloss selbstverständlich nicht besichtigt werden. Dennoch besuchen es viele Touristen und Einheimische von Außen, um auf diese Weise der Königsfamilie etwas näherzukommen. Da die Landschaft schön ist, kann man herrliche Spaziergänge in der näheren Umgebung machen und zahlreiche Ausflugslokale und Cafés laden zum Verweilen ein.

Schloss Slot Zuylen

Schloss Zuylen liegt ca. 27 km vom Zentrum entfernt und wurde ca. 1520 auf den mittelalterlichen Ruinen im Dorf Oud-Zuilen, in der Nähe von Utrecht, erbaut. Das Schloss war ursprünglich auf allen Seiten von Wasser umgeben und ausschließlich über eine kleine Brücke zugänglich.

Im Laufe der Zeit kam es zu Veränderungen, so wurde z.B. ein Park nach englischer Landschaftsarchitektur angelegt und eine kleine malerische Laube im Wald errichtet. 1752 wurden die letzten Bauarbeiten am Schloss Zuylen durchgeführt, als das Schloss zu einem Herrenhaus an der Vechte umgebaut wurde. Deshalb fühlt man sich bei einem Besuch im Schloss eher in das 18. Als in das originale 16. Jahrhundert zurückversetzt.

Viele der historischen Gemächer sind nach wie vor so eingerichtet wie im 18. Jahrhundert. So beherbergt das Schloss die sogenannte Zuylen-Sammlung. Diese gibt den Touristen einen guten und ziemlich detaillierten Eindruck in das Leben der Familie van Tuyll van Serooskerken, die hier 300 Jahre lang residierte. Die Sammlung besteht aus Porzellan, Glaswaren, Gemälden, Möbeln sowie Wandteppichen. Einige Zimmer sind im Stil der Zeit eingerichtet, zu der die bekannte Schriftstellerin Belle van Zuylen im Schloss residierte.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der herrliche Garten mit der berühmten Schlangenmauer, welcher teilweise nach englischer Landschaftsarchitektur angelegt wurde. Man kann wunderschöne Spaziergänge durch die Gärten von Schloss Zuylen unternehmen. In den Sommermonaten werden auch Führungen durch die Gärten angeboten, bei denen die Besucher sehr viel über die Stilelemente aus den verschiedenen Jahrhunderten lernen können. Darüber hinaus werden regelmäßig sogenannte Gartentage organisiert, bei denen sich freiwillige Helfer an der Pflege der Gärten beteiligen dürfen.

National Park Utrechtse Heuvelrug

Der Nationalpark Utrechtse Heuvelrug liegt in der Provinz Utrecht in den Niederlanden, knapp 39 km von Almere entfernt. Er wurde nach dem Waldgebiet „Utrechtse Heuvelrug“ (deutsch Utrechter Hügelrücken) benannt und grenzt direkt an das Naturgebiet „Gooisch Natuurreservaat“ (Gemeinde Hilversum, Provinz Nordholland).

Die Landschaft dieses schönen Naturparks besteht zum größten Teil aus Wald, wobei es mehr Nadelhölzer als Laubbäume gibt. Das Gebiet – ein bewaldeter Sandrücken - ist ein in der vorletzten Eiszeit aus einer Moräne entstandener. Bei Amerongen gibt es ökologisch sehr wertvolle Feuchtgebiete, die den Übergang zu den Poldern des Flusses Lek bilden.

Im Nationalpark kann man tolle Radtouren machen und sehr schön wandern. Es gibt in der Umgebung viele Campingplätze, familiäre Pensionen und kleine Hotels. Massentourismus findet man hier zum Glück nicht, denn der Fremdenverkehr richtet sich vor allem auf das ruhige Genießen der Natur.

National Park Zuid Kennemerland

Zuid-Kennemerland (auch Kennemerduin) ist ein Nationalpark an der niederländischen Nordseeküste westlich der Stadt Haarlem in der Provinz Nord-Holland und hat eine Entfernung zu Almere von ca. 39km. Der Nationalpark ist eine naturbelassene Dünenlandschaft und liegt im Gebiet der Gemeinden Velsen, Bloemendaal und Zandvoort.

Zuid Kennemerland umfasst eine Fläche von 38 km² und wurde 1995 unter Naturschutz gestellt. Das Landschaftsbild des Parks ist eindeutig und sehr markant durch die hohen Dünen geprägt. Diese werden allerdings auch durch Wälder mit einem alten Eichenbestand und Dünenseen mit reichem Vogelbestand aufgelockert. Die Wassergewinnung wurde im Jahr 2003 eingestellt, nachdem das wertvolle Gebiet immer mehr austrocknete.

Der Dünenbewuchs wird auf natürliche Weise in seinem Zustand gehalten, wozu Konikpferde, Shetlandponys und Schottische Hochlandrinder zur Beweidung eingesetzt werden. Einige andere Teile des Parks müssen allerdings dennoch zu diesem Zweck gemäht und von der Traubenkirsche freigehalten werden.

Man kann in dem Naturpark übrigens auch seltene Pflanzenarten wie Herzblatt und Orchideen entdecken. Weitere typische Pflanzenarten in Meeresnähe sind die Strandwinde und Stranddistel. Unter den selteneren Tierarten, die man hier sehr gut beobachten kann, sind u. a. die Zauneidechse, die Kreuzkröte, die Nachtigall und der Bienenfresser zu nennen.

Es wurden sogar archäologische Funde einer frühen Besiedlung des Gebiets in einigen Teilen des Parks gemacht.

Im Norden bei IJmuiden an Zee, einem Ortsteil von Velsen, kann man die Ruinen von Bunkern besichtigen, die während des Zweiten Weltkriegs von der Organisation Todt im Auftrag der deutschen Wehrmacht für den Atlantikwall errichtet wurden. in Ijmuiden selbst gibt es auch ein Bunkermuseum.

Traurige Berühmtheit erlangten die Dünen bei Bloemendaal, weil dort an verschiedenen Stellen während des Zweiten Weltkriegs insgesamt 422 Niederländer wegen Widerstandshandlungen durch die deutsche Besatzungsmacht hingerichtet wurden. 372 dieser Opfer wurden auf den neu errichteten Ehrenfriedhof Bloemendaal umgebettet und an den Hinrichtungsplätzen selbst erinnern Gedenksteine an diese schrecklichen Vorkommnisse.

Ausflug nach Amsterdam

Wer länger in Almere weilt, der kann auch überlegen, einen netten Tagesausflug nach Amsterdam zu unternehmen, denn ein Bahnticket von Almere nach Amsterdam kostet gerade mal 6 Euro. Die Fahrt dauert nur 31 Minuten. Aufgrund der Nähe kommen übrigens auch viele Touristen, die eigentlich Amsterdam besuchen wollen, nach Almere, denn dort finden sie wesentlich preiswertere Unterkünfte und können dann einfach und billig mit dem Zug nach Amsterdam fahren.

Durchqueren der Stadt zu Wasser

Almere ist ein wahres Paradies für alle Wassersportbegeisterten. Eine wunderschöne Aktivität für die ganze Familie ist eine Erkundung der Stadt vom Wasser aus. Man kann die gesamte Stadt vom Gooimeer bis hin zum Markermeer auf dem Wasser durchqueren. Typischerweise startet man bei Almere Haven, der sich durch gemütliche kleine Restaurants im Hafenbecken auszeichnet. Auf der schönen Tour sieht man die herrliche Skyline der Stadt und das Schlosses und landet schließlich in wunderschönen Naturgebieten wie den Noorderplassen (den nördlichen Seen).

Beim Schöpfwerk De Blocq van Kuffeler gelangt man dann wieder auf das Markermeer. Da die meisten Menschen natürlich kein eigenes Boot besitzen, gibt es diverse Mietstationen, wo man eine Schaluppe, ein Kanu oder ein Tretboot mieten kann – ganz nach Geschmack. Natürlich kann man auch eine Rundfahrt bei Almere Veertje buchen. Auf jeden Fall sollte man sich einen Besuch des größten Katamaran Strands Europas, der sich direkt neben dem Jachthafen Marina Muiderzand befindet entgehen lassen.

Imposante Architektur

Almere als extrem junge und moderne Stadt ist weithin bekannt für seine bemerkenswerten Gebäude, die von einflussreichen Architekten entworfen wurden. Architekten wie Rem Koolhaas, Herman Hertzberger und Liesbeth van der Pol haben hier gewirkt und ihre Spuren hinterlassen. Auf der Rangliste architektonisch wichtiger Städter innerhalb der Niederlande steht Almere deshalb auf Platz drei. Und auf der Rangliste zeitgenössischer Architektur ’neuer europäischer Städte‘ befindet sich Almere sogar auf dem privilegierten Platz eins!

Die architektonischen Highlights der Stadt kann man ganz besonders gut mit dem Fahrrad besuchen. Wer sich nicht abstrampeln will, der kann auch mit dem elektrisch angetriebenen kleinen Zug durch die Stadt fahren. Oder man lädt sich die App der izi.TRAVEL-Tour auf das Smartphone und zieht eigenständig und zu Fuß los.

Eine Besichtigung sind ganz bestimmt auch die experimentellen Wohnviertel Fantasie, Realität und Eenvoud (Schlichtheit) wert.

Kletterpark Fun Forrest beim Stadtbauernhof De Kemphaan

Wer gerne etwas waghalsiges und draufgängerisches unternehmen möchte, der sollte unbedingt den Kletterpark Fun Forest beim Stadtbauernhof De Kemphaan besuchen. Durch seinen speziellen Aufbau bietet dieser Kletterpark eine große Auswahl an Schwierigkeitsgraden und ist deshalb für Jung und Alt, Anfänger und Fortgeschrittene Kletterer gleichermaßen interessant.

Interaktive Ausstellung PIT

Eine tolle Aktivität ist auch der Besuch bei PIT, einer interaktiven Ausstellung zum Thema öffentliche Sicherheit. Hier am Schipperplein, im Zentrum von Almere kann sich der Besucher mal so richtig als Held fühlen. Der Besucher bekommt gezeigt, wie die Arbeit öffentlicher Hilfsdienste in der Praxis aussieht und was man selbst in einer Notfallsituation tun kann, um die eigene Sicherheit und die der Helfenden zu optimieren.

Wasserski Seilbahn Cable Park Almere

Almere bedeutet Wassersport. Wer also die ultimative Herausforderung sucht, der sollte einen Ausflug zur Wasserski Seilbahn Cable Park Almere machen. Hier kann man nämlich ganz toll Wasserski fahren oder Wake Boarden auf dem Weerwater. Nachdem man sich dann so richtig auf dem Wasser verausgabt hat, kann man dann den aufregenden Tag bei einem kühlen Getränk auf der Terrasse ausklingen lassen. Von dort aus kann man dann noch einmal die Aussicht über die Skyline von Almere genießen.

Reisetipps

Andere Reisetipps

20 Reise-Gadgets 20 Reise-Gadgets, die auf Ihrer nächsten Reise sehr nützlich sein können
Hotel 14 (geheime) Tricks für bessere und billigere Hotelaufenthalte
Billiger reisen Billiger reisen – 4 Tipps für die Suche nach Reiserabatten

Aktuelle Angebote und Gutscheincodes: